Seit den frühen Morgenstunden hat der Deutsche Wetterdienst für München eine Niederschlagsmenge von bis zu 20 Litern pro Quadratmeter innerhalb weniger Stunden gemeldet – ein Wert, der lokal zu Überflutungen und Verkehrseinschränkungen führen kann. Besonders betroffen sind die südlichen Stadtteile wie Harlaching und Thalkirchen, wo die Kanalisation bereits an ihre Grenzen stößt. Die aktuellen Daten des Regenradars München zeigen eine dichte Wolkenfront, die sich mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 40 km/h aus westlicher Richtung nähert.
Für Pendler, Radfahrer und alle, die in den nächsten Stunden unterwegs sein müssen, wird die Lage unberechenbar. Baustellen wie die an der A99 oder die gesperrten Abschnitte der Isarauen verschärfen die Situation, da Starkregen hier schneller zu Aquaplaning oder umgestürzten Bäumen führt. Wer die Entwicklung minutengenau verfolgen will, findet im Regenradar München Echtzeit-Updates – inklusive Prognosen, wann die intensivsten Schauer über Schwabing oder die Innenstadt ziehen. Die Warnstufe „orange“ gilt vorerst bis 15 Uhr, doch Meteorologen rechnen mit lokalen Spitzen, die selbst kurzfristige Unwetter nicht ausschließen.
Woher kommt der extreme Niederschlag heute?
Die heftigen Niederschläge über München sind kein Zufall, sondern das Ergebnis eines komplexen Wetterphänomens, das Meteorologen seit Tagen beobachtet haben. Eine ungewöhnlich warme Luftmasse aus dem Mittelmeerraum trifft auf kühlere Atlantikluft, die von Westeuropa heranzieht. Diese Konstellation führt zu einer starken Labilisierung der Atmosphäre – ideal für kräftige Schauer und Gewitter. Besonders betroffen ist der süddeutsche Raum, da die Alpen als natürliche Barriere die feuchten Luftmassen stauen und die Regenintensität lokal noch verstärken.
Laut Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) wurden in den letzten 24 Stunden bereits bis zu 40 Liter Regen pro Quadratmeter gemessen – das entspricht etwa der Hälfte des durchschnittlichen Monatsniederschlags für Juli. Die aktuellen Radardaten zeigen, dass sich die Regenzellen nur langsam verlagern, was zu anhaltenden und teils unwetterartigen Niederschlägen führt.
Hinzu kommt ein sogenannter Vb-Effekt (sprich: „Fünf-b“), bei dem Tiefdruckgebiete von der Adria über Österreich nach Nordosten ziehen. Diese Zugbahn begünstigt langanhaltende Regenfälle in Bayern, da die feuchte Mittelmeerluft direkt gegen die Nordseite der Alpen gedrückt wird. Klimaforscher weisen seit Jahren darauf hin, dass solche Wetterlagen durch den Klimawandel an Häufigkeit und Intensität zunehmen.
Die Prognosen deuten darauf hin, dass sich die Situation vorerst nicht entspannt. Bis in die späten Abendstunden bleibt München im Einflussbereich der Regenfront, wobei lokal auch Hagel und Sturmböen nicht ausgeschlossen sind.
Radarbilder zeigen: So zieht das Unwetter über die Stadt
Die aktuellen Radarbilder des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zeigen ein klares Muster: Ein kompakter Niederschlagsbereich zieht mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 60 km/h aus südwestlicher Richtung auf München zu. Die hochaufgelösten Aufnahmen offenbaren, wie sich die Regenfront zwischen 15:30 und 16:15 Uhr über die Stadt schiebt – zunächst mit leichten Schauern im Westen, die sich innerhalb von 45 Minuten zu kräftigen Regenfällen verdichten. Besonders auffällig ist die markante Linie zwischen Starkregen (dunkelrot markiert) und schwächeren Niederschlägen (gelb/grün), die sich wie ein Keil durch das Stadtgebiet frisst.
Meteorologen warnen vor lokalen Spitzenwerten von 15 bis 20 Litern pro Quadratmeter innerhalb einer Stunde – eine Menge, die selbst das gut ausgelegte Münchner Kanalsystem an seine Grenzen bringen kann. Die Radardaten deuten darauf hin, dass der Schwerpunkt des Unwetters gegen 17 Uhr den Osten der Stadt erreicht, während im Norden bereits erste Auflockerungen sichtbar werden. Interessant: Die Regenzelle verliert über dem bebauten Gebiet leicht an Intensität, was auf den sogenannten „Stadt-Effekt“ zurückzuführen ist, bei dem Gebäude und Asphalt die Luftströmungen beeinflussen.
Wer die Live-Radaranimationen verfolgt, erkennt, wie sich die Niederschlagsbänder in Echtzeit verformen. Besonders im Bereich der Isar und der großen Parkflächen wie dem Englischen Garten kommt es zu kurzen, aber heftigen Schauern – hier zeigen die Daten eine um 30% höhere Regenintensität als in den dicht bebauten Innenstadtbereichen. Die Prognosen des DWD bestätigen diesen Trend: Gewitterzellen bilden sich bevorzugt dort, wo kühlere Luft aus den Außenbezirken auf die wärmere Stadtluft trifft.
Bis 18:30 Uhr sollte das Schlimmste überstanden sein. Die Radarbilder lassen erkennen, wie sich die letzten Regenreste nach Nordosten verziehen und über das Umland abziehen. Doch Vorsicht: Selbst nach Abzug der Hauptfront bleiben lokal begrenzte Schauer möglich, besonders in den höheren Lagen südlich der Stadt.
Wann und wo es in München am stärksten gießt
Die stärksten Niederschläge über München werden laut aktuellem Radardaten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zwischen 15:30 und 17:00 Uhr erwartet. Besonders betroffen sind die westlichen Stadtteile wie Neuhausen, Moosach und Laim, wo die Regenintensität lokal auf bis zu 25 Liter pro Quadratmeter in einer Stunde ansteigen kann. Der Grund: Eine kompakte Gewitterzelle zieht von Südwesten heran und trifft auf die dichte Bebauung, was zu kurzfristigen Stauniederschlägen führt.
Im Stadtzentrum – etwa um den Marienplatz oder die Ludwigsvorstadt – fällt der Regen zwar ebenfalls kräftig, aber mit etwas geringerer Intensität. Hier sind es vor allem die engen Gassen und die Kanalisation, die bei solchen Wolkenbrüchen schnell an ihre Grenzen stoßen. Meteorologen warnen vor lokalen Überflutungen, besonders in Tiefgaragen und Unterführungen.
Östlich der Isar, in Vierteln wie Berg am Laim oder Trudering, setzt der Starkregen später ein, dafür aber mit längerer Dauer. Die Prognosen zeigen, dass sich die Schauer hier bis in die frühen Abendstunden halten könnten. Wer in diesen Gebieten unterwegs ist, sollte mit plötzlichen Windböen bis zu 60 km/h rechnen – ein typisches Begleitphänomen bei solchen Sommergewittern.
Ein Blick auf die Langzeitdaten des DWD bestätigt: Solche Extremniederschläge häufen sich in München seit den 2010er-Jahren. Allein im Juli wurden in den vergangenen fünf Jahren doppelt so viele Starkregenereignisse registriert wie im Jahrzehnt davor. Die Stadt reagiert mit Ausbauprogrammen für die Entwässerung, doch bei solchen kurzfristigen Unwettern bleibt das Risiko für lokale Überschwemmungen bestehen.
Straßen, U-Bahn, Flugverkehr: Was jetzt betroffen ist
Der heftige Regen über München setzt dem Verkehr zu – besonders in den Stoßzeiten drohen massive Behinderungen. Auf den Straßen bilden sich bereits erste Staubildungen, vor allem im Norden der Stadt. Laut Daten des Münchner Verkehrsmanagements sind die A9 und die A99 zwischen den Ausfahrten München-Nord und München-Feldmoching besonders betroffen, wo sich der Verkehr auf bis zu 20 Kilometer staut. Die Polizei warnt vor Aquaplaning-Gefahr und rät zu erhöhter Vorsicht, da lokal begrenzte Überflutungen die Fahrbahnen unberechenbar machen.
Auch der U-Bahn-Betrieb leidet unter den Wetterkapriolen. Die MVG meldete kurzfristige Zugausfälle auf der U6 zwischen Fröttmaning und Kieferngarten, nachdem Wasser in einen Tunnel eingedrungen war. Pendler müssen mit Verspätungen von bis zu 30 Minuten rechnen. Besonders kritisch wird die Situation an den Umsteigeknoten Marienplatz und Sendlinger Tor, wo sich die Verspätungen mehrerer Linien summieren. Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes bestätigen, dass die Niederschlagsintensität in den nächsten Stunden noch zunehmen wird – mit bis zu 40 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit.
Am Flughafen München laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Zwar gibt es noch keine größeren Ausfälle, doch die Bodencrew arbeitet unter Hochdruck, um Start- und Landebahnen frei zu halten. Bei anhaltendem Starkregen könnten kurzfristig Verspätungen bei Abflügen auftreten, insbesondere auf den stark frequentierten Strecken nach Frankfurt und Berlin. Reisende werden aufgefordert, den Status ihrer Flüge über die Airport-App zu prüfen.
Fahrradfahrer sollten in den nächsten Stunden auf Alternativen ausweichen. Zahlreiche Radwege, besonders entlang der Isar und im Englischen Garten, sind bereits überflutet oder durch umgestürzte Äste blockiert. Die Stadt München hat zusätzliche Einsatzkräfte der Straßenreinigung alarmiert, um die schlimmsten Hindernisse zu beseitigen – doch bis zur Entwarnung wird es noch Stunden dauern.
Wie sich die Lage in den nächsten Stunden entwickelt
Die aktuellen Radardaten des Deutschen Wetterdienstes zeigen eine klare Verschiebung der Regenzelle über München. Innerhalb der nächsten Stunde zieht das Hauptniederschlagsgebiet von Südwesten her über die Innenstadt, wobei die Intensität voraussichtlich zwischen 15 und 25 Liter pro Quadratmeter liegen wird. Besonders betroffen sind die Stadtteile Neuhausen und Moosach, wo lokale Überflutungen nicht ausgeschlossen werden können. Die Bewegung der Wolkenfront verläuft mit etwa 30 km/h in nordöstlicher Richtung, was bedeutet, dass der stärkste Regen gegen 17:30 Uhr den Osten der Stadt erreicht.
Ab 18 Uhr lässt die Niederschlagsintensität merklich nach. Die Wettermodelle deuten darauf hin, dass sich die Regenfälle in leichten Schauern auflösen, die bis zum Abend nur noch vereinzelt auftreten. Meteorologen warnen jedoch vor lokalen Nachwirkungen: Durch die zuvor gefallenen Mengen könnte es in tiefer gelegenen Bereichen wie den Isarauen oder an U-Bahn-Eingängen zu kurzfristigen Wasseransammlungen kommen.
Ein Blick auf die Langzeitradare bestätigt, dass sich die Situation bis 20 Uhr deutlich entspannt. Die letzten Restwolken ziehen dann Richtung Oberbayern ab, sodass München mit einer stabilen Wetterlage in die Nacht geht. Die Temperaturen bleiben bei rund 16 Grad, der Wind dreht auf Nordwest und frischt leicht auf – ein typisches Muster nach durchgezogenen Schauern.
Für Autofahrer und Radfahrer bleibt die nächste Stunde kritisch: Die Sichtverhältnisse verschlechtern sich durch den starken Regen auf unter 200 Meter, besonders auf der A96 und der Bundesstraße 2R. Der ADAC rät zu erhöhter Vorsicht und reduziertem Tempo, da Aquaplaning-Gefahr auf nassen Straßen besteht.
Die aktuellen Radardaten zeigen: München steht in den nächsten drei Stunden vor kräftigen Schauern, die lokal mit Starkregen und kurzen Gewittern einhergehen können—besonders im Norden und Westen der Stadt. Wer unterwegs ist, sollte sich auf plötzlich einsetzende Niederschläge, vereinzelte Überflutungen an Tiefpunkten und längere Wartezeiten im Verkehr einstellen, da die Intensität kurzfristig stark schwanken wird.
Für alle, die noch Pläne draußen haben, lohnt sich ein Blick auf Echtzeit-Updates des Deutschen Wetterdienstes oder Apps wie WarnWetter, um die genaue Zugbahn der Zellen zu verfolgen—ein Regenschirm und wasserfeste Kleidung sind jetzt Pflicht. Mit dem Durchzug der Front gegen Abend klingen die Schauer zwar allmählich ab, doch die kommenden Tage bleiben unbeständig, sodass weitere lokale Unwetter nicht ausgeschlossen sind.

