Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 Kilometern pro Stunde hat ein schwerer Sturm am späten Dienstagnachmittag über München hinweggefegt und massive Schäden hinterlassen. Dächer wurden abgedeckt, Bäume entwurzelt, und nach Angaben der Stadtwerke sind rund 50.000 Haushalte ohne Strom in München – einige Gebiete könnten stundenlang im Dunkeln bleiben. Besonders betroffen sind die Stadtteile Schwabing, Neuhausen und der Norden Münchens, wo Notdienste seit Stunden im Einsatz sind, um umgestürzte Strommasten und blockierte Straßen zu räumen.
Für Pendler, Unternehmen und Anwohner bedeutet der Ausfall von Strom in München mehr als nur eine Unannehmlichkeit: Ampeln fallen aus, U-Bahnen fahren eingeschränkt, und in einigen Krankenhäusern laufen Notstromaggregate auf Hochtouren. Die Stadt warnt vor weiteren Böen in der Nacht und rät zu Vorsicht – besonders in der Nähe beschädigter Gebäude oder herabhängender Kabel. Während die Feuerwehr Hundertschaft Einsätze abarbeitet, bleibt die Frage, wie schnell die Infrastruktur wiederhergestellt werden kann.
Orkanböen fegen über Bayerns Landeshauptstadt
Mit Wucht traf der Sturm am frühen Nachmittag München. Orkanböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 120 Kilometern pro Stunde peitschten über die Stadt, rissen Äste von Bäumen und wirbelten losen Müll durch die Straßen. Besonders betroffen waren die nördlichen Stadtteile wie Schwabing und Maxvorstadt, wo Passanten sich in Hausflure flüchteten, um dem fliegenden Schutt zu entgehen. Der Deutsche Wetterdienst hatte zwar vor extremen Windböen gewarnt, doch die Heftigkeit überraschte selbst erfahrene Meteorologen.
Die Feuerwehreinsatzzentrale meldete innerhalb von zwei Stunden über 150 Notrufe – doppelt so viele wie an einem durchschnittlichen Tag. Dächer verloren ihre Ziegel, Baustellen mussten geräumt werden, und an der Isar kenterte ein kleineres Boot, dessen Besitzer nur mit Glück unverletzt blieb. Augenzeugen berichteten von einem surrenden Geräusch, das sich wie ein herannahender Güterzug angehört habe, bevor die ersten Böen einsetzten.
Laut ersten Schätzungen von Versicherungsexperten könnte der Sachschaden allein in der Innenstadt im siebenstelligen Bereich liegen. Besonders kritisch: Historische Fassaden in der Altstadt litten unter den Windkräften, da viele Gebäude dort nicht für solche Extremwetter ausgelegt sind. Die Stadtwerke München warnten bereits vor längeren Stromausfällen in einigen Vierteln, da umgestürzte Bäume Leitungen beschädigten.
Während die Böen gegen Abend langsam nachließen, blieb die Lage angespannt. Die Münchner Verkehrsgesellschaft stellte mehrere Straßenbahnlinien vorübergehend ein, und am Hauptbahnhof kam es zu Verspätungen, weil Oberleitungen beschädigt wurden.
Abgerissene Dächer und umgestürzte Bäume: Die Schäden im Detail
Der Sturm traf München mit voller Wucht und hinterließ besonders in den Stadtteilen Schwabing, Neuhausen und Moosach ein Bild der Verwüstung. Dächer wurden wie Pappe abgehoben, teils landeten sie Dutzende Meter entfernt auf Straßen oder parkenden Autos. Im Bezirk Maxvorstadt riss der Wind die Dachkonstruktion eines historischen Altbaus teilweise ab, sodass die Feuerwehr die umliegenden Gehwege absichern musste. Die Münchner Berufsfeuerwehr meldete allein bis zum frühen Abend über 250 Sturmeinsätze – ein Rekord seit dem Orkan „Kyrill“ 2007.
In den Außenbezirken wie Perlach und Ramersdorf stürzten mindestens 17 große Bäume um, darunter eine 30 Meter hohe Pappel, die eine Straßenbahn-Oberleitung beschädigte. Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) stoppte vorübergehend mehrere Linien, während Teams mit Kettensägen die umgestürzten Stämme zerkleinerten. Besonders kritisch: Im Englischen Garten brach ein astfreier Stamm wie ein Streichholz und verfehlte nur knapp eine Gruppe von Spaziergängern.
Laut vorläufigen Schätzungen des Deutschen Wetterdienstes erreichten die Böen in München Spitzenwerte von bis zu 120 km/h. Diese Geschwindigkeit reicht aus, um lose Dachziegel zu Geschossen werden zu lassen – was in mehreren Fällen zu zersplitterten Fensterscheiben führte. In einem Gewerbegebiet im Norden der Stadt durchschlug ein herabfallendes Metallteil die Fassade einer Lagerhalle.
Die größten Probleme bereiteten jedoch die umherfliegenden Trümmerteile. Auf der A99 blockierten herabgestürzte Äste und Dachlatten zeitweise zwei Fahrspuren, während in der Innenstadt Schilder und Werbetafeln wie Dominosteine umkippten. Die Stadtwerke München warnten vor weiteren Gefahren: Stromleitungen hingen an einigen Stellen nur noch provisorisch, und defekte Ampeln sorgten für chaotischen Verkehr an neuralgischen Punkten wie dem Stachus.
000 Haushalte sitzen plötzlich im Dunkeln
Der Sturm traf München mit voller Wucht – und ließ 50.000 Haushalte schlagartig ohne Strom zurück. Besonders betroffen waren die Stadtteile Schwabing, Neuhausen und Moosach, wo umgestürzte Bäume und herabgerissene Stromleitungen ganze Straßenzüge in Dunkelheit hüllten. Nach Angaben der Stadtwerke München handelte es sich um einen der schwersten Stromausfälle der letzten fünf Jahre, der selbst Notstromaggregate in einigen Krankenhäusern und Pflegeheimen kurzzeitig überlastete.
Die ersten Meldungen über großflächige Blackouts gingen gegen 17:30 Uhr ein, als der Sturm Böen von bis zu 120 km/h erreichte. Augenzeugen berichteten von explodierenden Transformatoren, deren bläuliches Licht für Sekunden die nächtliche Silhouette der Stadt erhellte. In Hochhäusern blieben Aufzüge stecken, Ampeln fielen aus – und im Minutentakt trafen Notrufe bei der Feuerwehr ein.
Laut Einschätzung von Energieexperten war die Kombination aus orkanartigen Windstößen und dem bereits durch vorherige Unwetter vorgeschädigten Leitungsnetz fatal. Besonders kritisch: Rund 15 % der betroffenen Haushalte gehörten zu Risikogruppen wie Senioren oder medizinisch Versorgungsabhängigen. Die Stadtwerke setzten Prioritäten beim Wiederanschluss – doch selbst 12 Stunden nach dem Sturm saßen noch immer 8.000 Haushalte im Dunkeln.
Die Folgen des Ausfalls zeigten sich auch im Alltag: Supermärkte mussten wegen defekter Kassen schließen, U-Bahn-Linien fuhren im Taktbetrieb, und in einigen Vierteln versorgten Nachbarn sich gegenseitig mit Kerzen und Powerbanks. Die Münchner Feuerwehr warnte vor improvisierten Lichtquellen wie Grillanzündern – nach zwei gemeldeten Wohnungsbränden in Folge unsachgemäßen Umgangs mit offener Flamme.
Wie Betroffene jetzt handeln und Hilfe erhalten
Für die rund 50.000 Münchner Haushalte ohne Strom heißt es jetzt: Ruhe bewahren und pragmatisch handeln. Die Stadtwerke München (SWM) haben bereits spezielle Notfallteams aktiviert, die priorisiert kritische Infrastruktur wie Krankenhäuser, Pflegeheime und Ampelanlagen versorgen. Betroffene sollten zunächst prüfen, ob nur das eigene Haus oder die gesamte Nachbarschaft betroffen ist – ein Blick aus dem Fenster oder ein kurzer Austausch mit Nachbarn klärt das oft schneller als Anrufe bei überlasteten Hotlines.
Wer auf medizinische Geräte angewiesen ist oder kleine Kinder im Haushalt hat, sollte umgehend alternative Unterkünfte organisieren. Die SWM rät in solchen Fällen, Verwandte, Freunde oder Notunterkünfte der Stadt zu kontaktieren. Laut Bundesamt für Bevölkerungsschutz können Stromausfälle bei empfindlichen Haushaltsgeräten wie Kühlschränken bereits nach vier Stunden zu Lebensmittelverderb führen – hier hilft es, die Tür so selten wie möglich zu öffnen und Vorräte in Kühlboxen mit Eisakkus zu lagern.
Für akute Notfälle steht die Notrufnummer der SWM unter 089 2363-3333 bereit, allerdings warnen die Netzbetreiber vor längeren Wartezeiten. Parallel dazu bietet die Stadt München auf ihrer Website eine interaktive Karte an, die in Echtzeit zeigt, wo Reparaturtrupps im Einsatz sind. Energieexperten empfehlen zudem, Stecker von Elektrogeräten zu ziehen, um Schäden durch Spannungsspitzen bei der Wiederinbetriebnahme zu vermeiden.
Wer Nachbarn oder ältere Mitbürger unterstützt, sollte besonders auf offene Kerzen oder improvisierte Heizquellen achten – die Münchner Feuerwehr verzeichnet nach solchen Wetterlagen regelmäßig einen Anstieg an Brandmeldungen durch unsachgemäßen Umgang mit Alternativlicht. Für psychologische Unterstützung bei Ängsten oder Panik bietet die Telefonseelsorge unter 0800 111 0 111 rund um die Uhr Hilfe an.
Netzbetreiber arbeiten unter Hochdruck an der Reparatur
Seit den frühen Morgenstunden kämpfen die Techniker der Münchner Netzbetreiber gegen die Folgen des Sturms. Über 200 Einsatzteams sind im gesamten Stadtgebiet im Einsatz, um umgestürzte Strommasten zu sichern, beschädigte Leitungen zu reparieren und Notstromaggregate in kritischen Einrichtungen wie Krankenhäusern und Pflegeheimen zu installieren. Priorität hat derzeit die Wiederherstellung der Versorgung in den am stärksten betroffenen Vierteln Schwabing-West und Neuhausen, wo allein 60 Prozent der Stromausfälle gemeldet wurden.
Laut Angaben der Stadtwerke München handelt es sich um einen der größten Störfälle der letzten Jahrzehnte. Die komplexe Infrastruktur – besonders in den dicht bebauten Innenstadtbezirken – erschwert die Reparaturarbeiten: Enge Gassen, unterirdisch verlaufende Kabel und durch herabfallende Äste blockierte Zufahrten verzögern die Fortschritte. Experten des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) schätzen, dass bei solchen Wetterextremen die vollständige Behebung der Schäden oft 48 bis 72 Stunden in Anspruch nimmt – selbst bei optimalen Bedingungen.
Parallel zu den technischen Maßnahmen koordinieren die Netzbetreiber mit der Feuerwehr und dem Technischen Hilfswerk (THW) die Absicherung gefährdeter Bereiche. In einigen Fällen müssen zunächst Bäume gefällt oder instabile Dachkonstruktionen gesichert werden, bevor die Stromleitungen wieder freigegeben werden können. Besonders problematisch sind die zahlreichen Kleinstschäden: Allein in den letzten sechs Stunden gingen über 1.200 Meldungen zu lokalen Stromausfällen ein, die einzeln geprüft werden müssen.
Für die kommenden Stunden rechnen die Verantwortlichen mit weiteren Herausforderungen. Die Wettervorhersage kündigt erneute Böen bis zu 90 km/h an, was die Arbeiten an den Freileitungen zusätzlich riskant macht. Dennoch bleibt das Ziel klar: Bis zum späten Abend sollen至少 80 Prozent der betroffenen Haushalte wieder ans Netz gebracht werden.
Der Sturm hat München mit voller Wucht getroffen: Abgedeckte Dächer, umgestürzte Bäume und 50.000 Haushalte ohne Strom zeigen, wie schnell Extremwetter selbst eine gut vorbereitete Stadt lahmlegen kann. Besonders betroffen waren die Stadtteile Schwabing, Neuhausen und die Innenstadt, wo die Aufräumarbeiten noch Tage andauern werden.
Wer in stürmgefahrenen Regionen lebt, sollte jetzt prüfen, ob lose Gegenstände auf Balkonen oder Dächern gesichert sind und eine Notfalltasche mit Taschenlampe, Powerbank und wichtigen Dokumenten griffbereit hat. Die Stadtwerke München raten zudem, bei anhaltendem Stromausfall die Notrufnummern der Netzbetreiber zu speichern.
Mit dem Klimawandel werden solche Wetterextreme häufiger – München muss seine Infrastruktur langfristig widerstandsfähiger machen, von unterirdischen Stromleitungen bis zu besseren Warnsystemen.

