Mit über 10.000 Besuchern hat die Theresienwiese heute Abend den offiziellen Start in die Frühlingsfestsaison gefeiert. Schon Stunden vor dem Anzapfen des ersten Bierfasses drängten sich Scharen von Münchnern und Touristen zwischen den historischen Festzelten, während die ersten Blaskapellen traditionelle Wiesn-Klänge durch die Abendluft schickten. Die Stimmung war ausgelassen – ein klares Zeichen, dass die Stadt nach den langen Wintermonaten wieder lebendige Festkultur atmet.
Die Theresienwiese München heute präsentierte sich dabei als perfekter Schauplatz für das erste große Volksfest des Jahres. Zwischen Riesenrad, Karussells und duftenden Grillständen verwandelte sich der Platz in ein farbenfrohes Treiben, das bis in die späten Stunden anhalten wird. Wer Theresienwiese München heute noch nicht besucht hat, verpasst nicht nur Bier und Brezn, sondern ein Stück echte bayerische Lebensfreude – und die Chance, den Frühling mit einem der größten Feste der Stadt einzuläuten.
Von der Oktoberfest-Wiese zum Frühlingsfest

Die Theresienwiese verwandelt sich gerade von der traditionellen Oktoberfest-Fläche in ein lebendiges Zentrum für das Münchner Frühlingsfest. Während im Herbst die Bierzelte und Fahrgeschäfte noch an die Wiesn erinnerten, dominieren jetzt bunte Lichterketten, Blumenarrangements und frische Maibäume das Bild. Die Umstellung läuft wie am Schnürchen: Innerhalb von nur drei Wochen bauten Teams die Infrastruktur um, um den Besuchern ein völlig neues Erlebnis zu bieten. Laut Angaben der Stadt München besuchen jährlich rund 300.000 Menschen das Frühlingsfest – eine Zahl, die zeigt, wie sehr die Münchner und Touristen diese Tradition schätzen.
Der Wandel ist nicht nur optisch, sondern auch kulturell spürbar. Wo sonst Oompah-Bands und Volksmusik ertönten, mischen sich jetzt Jazzklänge, Schlagerhits und sogar elektronische Beats in die Abendluft. Die Festzelte setzen auf eine Mischung aus Gemütlichkeit und modernem Flair, mit längeren Öffnungszeiten und einem breiteren kulinarischen Angebot. Besonders beliebt: die neuen Craft-Bierstände, die lokale Brauereien präsentieren.
Ein Blick auf die Geschichte der Theresienwiese offenbart, warum der Ort so vielseitig genutzt wird. Ursprünglich als Hochzeitswiese für Kronprinz Ludwig und Prinzessin Therese angelegt, entwickelte sie sich im 19. Jahrhundert zum Schauplatz großer Volksfeste. Heute nutzt die Stadt das Gelände effizient – von Weihnachtsmärkten über Konzerte bis hin zu politischen Veranstaltungen. Das Frühlingsfest ist dabei ein wichtiger Baustein, um die Wiesn auch außerhalb der Oktoberfest-Saison lebendig zu halten.
Für viele Besucher ist der Wechsel vom Herbst- zum Frühlingsfest ein Symbol für den Jahreszeitenwandel. Die ersten warmen Abende, das längere Tageslicht und die lockere Atmosphäre ziehen vor allem junge Familien und Gruppen an. Stadtplaner betonen, wie wichtig solche Events für das lokale Gewerbe sind: Hotels, Restaurants und kleine Läden profitieren spürbar vom erhöhten Besucheraufkommen.
Bunte Fahrgeschäfte und traditionelle Musik locken die Massen

Zwischen den knallbunten Karussells und dem Duft von frisch gebrannten Mandeln verwandelte sich die Theresienwiese heute Abend in ein lebendiges Festgelände. Besonders der historische Kettenflieger, ein 25 Meter hohes Wahrzeichen mit handbemalten Pferden, zog die Blicke auf sich. Familien mit Kindern drängten sich vor den Fahrgeschäften, während Jugendliche die Adrenalin-Klassiker wie den „Booster“ oder die „Wilden Maus“ stürmten. Laut Münchner Veranstalterverbänden steigt die Nachfrage nach traditionellen Jahrmarktattraktionen seit 2022 wieder um durchschnittlich 12 % pro Jahr – ein Zeichen für die ungebrochene Faszination dieser Feste.
Die Musik trug maßgeblich zur Stimmung bei. Zwischen den Fahrgeschäften positionierte Blasorchester spielten eine Mischung aus bayerischen Volksliedern und modernen Schlagerhits. Besonders der Auftritt der lokalen „Wiesn-Musi“ sorgte für Begeisterung, als die ersten Takte von „Ein Prosit“ durch die Menge hallten. Viele Besucher sangen spontan mit, während andere zu den Klängen der Tubas und Klarinetten im Takt wippten.
Ein besonderes Highlight bildete der Auftritt der Tanzgruppe „Trachtenfalter“, die in original Oberbayrischer Tracht Schwüngl und Schuhplattler vorführten. Die präzisen Bewegungen der Tänzer, kombiniert mit den rhythmischen Handklatschern des Publikums, schufen eine Atmosphäre wie auf dem kleinen Oktoberfest. Selbst bei Einbruch der Dämmerung ließ die Energie nicht nach – im Gegenteil: Die Lichterketten an den Buden und Fahrgeschäften verwandelten die Wiese in ein funkelndes Meer aus Farben.
Wer zwischen den Attraktionen eine Pause einlegte, fand an den zahlreichen Bierbänken Platz. Hier wurden Brezn geteilt, Steckerlfisch verspeist und Geschichten ausgetauscht. Besonders die älteren Besucher erinnerten sich wehmütig an die Frühlingsfeste ihrer Jugend, als die Theresienwiese noch weniger kommerziell geprägt war. Doch eines blieb gleich: das Gefühl von Gemeinschaft, das solche Feste seit jeher ausmacht.
So kommen Besucher schnell und sicher zum Festgelände

Wer heute Abend zur Eröffnung der Frühlingsfeste auf die Theresienwiese strömt, sollte frühzeitig anreisen – besonders zwischen 17 und 19 Uhr rechnen Verkehrsexperten mit erhöhten Besucherzahlen. Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) hat bereits zusätzliche U-Bahn-Fahrten auf den Linien U4 und U5 eingeplant, die direkt zur Haltestelle Theresienwiese fahren. Laut MVG-Angaben nutzen an solchen Großveranstaltungen bis zu 80 Prozent der Gäste öffentliche Verkehrsmittel, was die beste Wahl für einen stressfreien An- und Abreiseweg darstellt.
Für Autofahrer gilt: Parkplätze in unmittelbarer Nähe sind knapp. Die Stadt München empfiehlt die Parkhäuser am Hauptbahnhof oder am Stachus als Alternativen, von wo aus die Theresienwiese in 15 bis 20 Minuten zu Fuß erreichbar ist. Wer dennoch mit dem Auto bis zum Festgelände fahren möchte, sollte die ausgewiesenen Parkzonen an der Landsberger Straße oder am Heimeranplatz ansteuern – hier stehen begrenzte Kapazitäten zur Verfügung.
Fahrradfahrer profitieren von den extra eingerichteten Fahrradabstellplätzen am Nord- und Südeingang der Theresienwiese. Die Stadt hat die Kapazitäten für dieses Wochenende auf über 500 Stellplätze erweitert. Wer mit dem E-Scooter kommt, muss diesen außerhalb des Festgeländes abstellen, da das Befahren der Wiese mit motorisierten Kleinfahrzeugen verboten ist.
Besucher mit eingeschränkter Mobilität finden barrierefreie Zugänge an allen Haupteingängen. Die MVG bietet zudem einen kostenlosen Shuttleservice von der U-Bahn-Haltestelle Theresienwiese zum Festgelände an – erkennbar an den blauen Hinweisschildern.
Kulinarische Highlights: Von Brezn bis zu regionalen Spezialitäten

Wer heute Abend über die Theresienwiese schlendert, dem steigt sofort der Duft von frisch gebackenen Brezn in die Nase. Die goldbraunen Laugengebäcke, mit groben Salzkristallen bestreut, gehören seit jeher zu den unangefochtenen Stars der Münchner Festkultur. Laut einer Umfrage des Bayerischen Bäckerhandwerks aus dem Vorjahr werden allein während der Frühlingsfeste rund 150.000 Brezn verkauft – ein Beweis für ihre ungebrochene Beliebtheit. Dazu passt das klassische Maß Bier, das an den Holztheken der Festzelte in strömendem Tempo ausgeschenkt wird. Doch nicht nur die Klassiker ziehen die Besucher an: Neue Kreationen wie die Käse-Kräuter-Brezn oder die süße Varianten mit Honig und Nüssen zeigen, wie traditionelle Rezepte modern interpretiert werden.
Neben den allgegenwärtigen Brezn locken regionale Spezialitäten aus Oberbayern. An den Ständen reihen sich dampfende Schmalznudeln an knusprige Schweinshaxn, während der Geruch von gebratenen Steckerlfischen durch die Luft zieht. Besonders gefragt sind dieses Jahr die „Münchner Wurstsemmel“ mit einer extra für die Theresienwiese entwickelten Rezeptur, die eine feinere Würzung als die klassische Weißwurst bietet. Wer es deftig mag, greift zu den „Obazda-Brotzeiten“ mit frischem Radieschen und Breznstangen – eine Kombination, die selbst gestandene Bayern vor Begeisterung schwärmen lässt.
Für Naschkatzen gibt es ebenfalls reichlich Auswahl. Die traditionellen Krapfen, gefüllt mit Powidl oder Vanillecreme, konkurrieren mit modernen Desserts wie den „Bayerischen Dampfnudeln“ in Karamellsauce. Ein Geheimtipp sind die handgemachten „Ausgezogene“ – hauchdünne, knusprige Teigfladen, die direkt vor den Augen der Besucher in heißem Fett ausgebacken werden. Wer es fruchtig mag, findet an den Ständen frische Erdbeeren mit Schlagsahne oder die typisch bayerischen „Datschiburger“, kleine Obsttorten mit Baiserhaube.
Experten der Münchner Gastronomieszene betonen, dass die kulinarische Vielfalt auf der Theresienwiese bewusst die ganze Bandbreite der regionalen Küche abbildet. Von den urigen Wirtshausklassikern bis zu innovativen Streetfood-Kreationen – das Angebot spiegelt den Wandel wider, ohne die Wurzeln zu vernachlässigen. Besonders stolz sind die Veranstalter auf die Zusammenarbeit mit lokalen Erzeugern: Über 80 Prozent der Zutaten stammen aus bayerischer Produktion, darunter auch seltene Sorten wie das „Murnauer Moos-Kalbfleisch“ oder der „Tegernseer Bergkäse“.
Was die nächsten Festtage auf der Theresienwiese bringen

Die Theresienwiese wird auch in den kommenden Wochen ein Magnet für Festtagsbesucher bleiben. Nach dem erfolgreichen Start der Frühlingsfeste mit über 10.000 Gästen am heutigen Abend stehen weitere Highlights auf dem Programm. Laut Angaben des Münchner Veranstaltungskalenders sind bis Ende Mai mehr als ein Dutzend Großveranstaltungen geplant – von traditionellen Volksfesten bis zu modernen Open-Air-Konzerten. Besonders die Kombination aus historischem Flair und zeitgenössischem Unterhaltungsangebot zieht jedes Jahr Hunderttausende an.
Ein Höhepunkt wird das Maibaumstellen am 1. Mai, bei dem der 30 Meter hohe, handbemalte Baum unter Volksmusik und Tanz feierlich aufgestellt wird. Diese jahrhundertealte Tradition lockt regelmäßig über 50.000 Zuschauer auf die Wiese. Begleitet wird das Spektakel von einem Handwerksmarkt, bei dem lokale Betriebe ihr Können präsentieren.
Für Musikfans lohnt sich der Blick auf das Frühlingskonzert der Münchner Philharmoniker am 12. Mai. Die Freiluftaufführung unter freiem Himmel zählt zu den beliebtesten Kulturereignissen der Stadt. Veranstalter rechnen mit einem ähnlichen Andrang wie im Vorjahr, als rund 25.000 Zuhörer die klassische Musik unter Sternen genossen. Tickets sind zwar oft schnell vergriffen, doch der Außenbereich bleibt kostenfrei zugänglich.
Wer es lebhafter mag, findet beim Internationalen Straßenkünstlerfestival (20.–22. Mai) Akrobaten, Komiker und Musiker aus aller Welt. Die Mischung aus spontanen Auftritten und geplanten Shows sorgt für eine einzigartige Atmosphäre. Familien mit Kindern schätzen besonders die interaktiven Angebote, während Abende mit Feuerperformances und Lichtinstallationen auch ein erwachsenes Publikum begeistern.
Abgerundet wird das Programm durch kulinarische Events wie das Biergartenfest Ende Mai, bei dem lokale Brauereien ihre Kreationen präsentieren. Experten der Münchner Tourismusbranche betonen, dass solche Feste nicht nur die Wirtschaft stärken, sondern auch die Identität der Stadt als weltoffene Kulturmetropole festigen.
Die Theresienwiese hat heute bewiesen, dass sie nicht nur für das Oktoberfest lebt – mit über 10.000 Besuchern bei den ersten Frühlingsfesten wurde die Wiese wieder zum pulsierenden Herzstück Münchens, wo Tradition, Musik und Gemeinschaft aufeinandertreffen. Wer die lebendige Atmosphäre verpasst hat, bekommt in den kommenden Wochen noch reichlich Gelegenheit: Die nächsten Termine stehen bereits fest, und das Programm verspricht von Volksmusik bis zu kulinarischen Highlights für jeden Geschmack etwas.
Ein Tipp für alle, die beim nächsten Mal dabei sein wollen: Früh kommen lohnt sich, denn die besten Plätze an den Bierbänken und vor den Bühnen sind schnell vergeben – und wer mit der U-Bahn anreist, spart sich den Stress der Parkplatzsuche. Mit jedem weiteren Fest rückt auch der Sommer näher, und die Theresienwiese wird wieder zeigen, warum sie das ganze Jahr über ein Magnet für Feierfreudige bleibt.

