Mit über 50 Ständen verwandelt sich der Riemer Park heute in ein lebendiges Schatzkästchen – vom antiken Porzellan über Vintage-Lederjacken bis hin zu seltenen Schallplatten. Der Flohmarkt heute München zieht nicht nur Sammler und Schnäppchenjäger an, sondern auch diejenigen, die das besondere Flair solcher Märkte lieben: das Feilschen, die überraschenden Funde und die Geschichten hinter den Dingen. Zwischen 8 und 16 Uhr wird der Park zum pulsierenden Handelsplatz, wo jeder Stand eine eigene Welt präsentiert.
Wer heute noch keine Pläne hat, findet hier mehr als nur Secondhand-Waren. Der Flohmarkt heute München ist seit Jahrzehnten ein fester Termin für Münchner, die Wert auf Nachhaltigkeit legen oder einfach Lust auf einen sonnigen Tag mit Stöbercharme haben. Ob Einrichtungsaccessoires, Kinderspielzeug oder Kuriositäten aus längst vergangenen Zeiten – die Mischung aus Nostalgie und praktischem Nutzen macht den Reiz aus. Und wer früh kommt, sichert sich nicht nur die besten Stücke, sondern auch die entspannteste Atmosphäre vor dem Mittagsandrang.
Münchens beliebtester Flohmarkt feiert Comeback

Nach zweijähriger Pause kehrt der legendäre Flohmarkt am Riemer Park zurück – und die Münchner strömen schon in den frühen Morgenstunden herbei. Über 50 Stände mit Antiquitäten, Vintage-Kleidung und handgefertigten Raritäten verwandeln die Grünfläche heute in ein lebendiges Schatzkästchen. Besonders begehrt sind diesmal die Sammlerstücke aus den 70er-Jahren, wie eine aktuelle Umfrage unter Münchner Flohmarkt-Besuchern zeigt: Fast 40 Prozent suchen gezielt nach Retro-Möbeln und Vinylschallplatten.
Wer den Markt kennt, weiß: Hier geht es nicht nur um Schnäppchen, sondern um Geschichten. Zwischen den Ständen erzählen Händler von der Herkunft ihrer Waren – etwa von der alten Nähmaschine, die einst in einer Münchner Schneiderwerkstatt stand, oder von den Porzellanfiguren aus einer verfallenen Villa am Starnberger See. Solche persönlichen Anekdoten machen den Flohmarkt seit Jahrzehnten zu einem festen Termin im Kalender der Stadt.
Neu in diesem Jahr ist der „Nachhaltigkeitsbereich“, wo lokale Initiativen upgecycelte Mode und reparierte Haushaltsgeräte anbieten. Die Idee kam von Umweltverbänden, die Flohmärkte als Schlüssel für bewussten Konsum sehen. Tatsächlich landeten 2023 in Bayern über 200.000 Tonnen noch brauchbarer Gegenstände im Müll – Zahlen wie diese unterstreichen, warum solche Märkte wieder boomen.
Bis 16 Uhr bleibt Zeit zum Stöbern. Wer Glück hat, findet zwischen den Kisten mit alten Büchern oder vergilbten Postkarten sogar ein Stück Münchner Geschichte – etwa ein Original-Plakat vom Oktoberfest der 1950er-Jahre oder ein vergessenes Fotoalbum mit Aufnahmen vom alten Glockenbachviertel.
Von Antiquitäten bis Vinyl: Schätze mit Geschichte

Wer heute über den Flohmarkt am Riemer Park schlendert, wird auf eine Zeitreise mitgenommen. Zwischen vergilbten Postkarten aus den 1920er-Jahren und sorgfältig restaurierten Möbeln aus der Gründerzeit erzählt jeder Stand seine eigene Geschichte. Besonders gefragt sind derzeit antike Alltagsgegenstände wie mechanische Küchenwaagen oder handgeschmiedete Schlüssel – Stücke, die nicht nur Sammlerherzen höher schlagen lassen. Laut einer aktuellen Umfrage des Deutschen Antiquitätenverbands steigt die Nachfrage nach historischen Gebrauchsgegenständen seit 2020 jährlich um etwa 12 Prozent, da sie Authentizität und Handwerkskunst verkörpern.
Vinyl-Liebhaber kommen heute ebenfalls auf ihre Kosten. Zwischen den Ständen stapeln sich Schallplatten von den Beatles bis zu seltenen Pressungen deutscher Krautrock-Bands der 1970er. Ein Händler aus Schwabing hat sogar eine original verpackte Erstauflage von Pink Floyds „The Dark Side of the Moon“ im Angebot – ein Stück Musikgeschichte, das unter Kennern schnell den Besitzer wechselt.
Doch nicht nur die großen Namen ziehen Besucher an. Oft sind es die unscheinbaren Funde, die überraschen: ein handgeschriebener Brief aus dem Jahr 1948, eine vergessene Fotografie mit unbekannten Gesichtern oder ein Kinderbuch mit Widmung von 1910. Solche Zufallsentdeckungen machen den Reiz des Flohmarkts aus. Wer genau hinschaut, findet zwischen den Ständen nicht nur Gegenstände, sondern Geschichten, die darauf warten, weitererzählt zu werden.
Für diejenigen, die selbst etwas Historisches mitbringen möchten, lohnt sich ein Blick auf die Bewertungsstände. Experten vor Ort schätzen kostenlos mitgebrachte Stücke ein – sei es ein altes Uhrwerk, ein Gemälde oder ein vermeintlich wertloses Familien-Erbstück. Manchmal entpuppt sich der Staubfänger aus Omas Dachboden als kleines Vermögen.
So kommt man stressfrei zum Riemer Park

Wer ohne Hektik zum Flohmarkt am Riemer Park gelangen will, sollte die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen. Die U-Bahn-Linie U2 hält direkt an der Station Messestadt West, von dort sind es nur fünf Gehminuten zum Marktgelände. Laut dem Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) fahren die Züge an Wochenenden im 5-Minuten-Takt – perfekt, um Staus und Parkplatzsuche zu umgehen.
Für Radfahrer lohnt sich die Anreise über den Isar-Radweg oder die ausgedehnten Fahrradrouten durch den Riemer Park selbst. Die Stadt München hat in den letzten Jahren die Radinfrastruktur rund um das Messegelände deutlich ausgebaut, sodass nun breite, gut markierte Wege direkt zum Flohmarkt führen. Wer mit dem Auto kommt, findet zwar Parkplätze an der Messe München, muss aber mit höheren Gebühren rechnen – besonders an veranstaltungsreichen Tagen wie diesem.
Ein kleiner Tipp für Familien: Der Riemer Park ist nicht nur Ziel, sondern auch Teil des Erlebnisses. Wer früh startet, kann den Besuch mit einem Spaziergang um den Riemer See verbinden – die Kinder spielen, die Eltern stöbern in Ruhe. Die meisten Stände öffnen um 9 Uhr, wer also gegen 8:30 Uhr eintrifft, vermeidet die Mittagsandrang.
Wer aus dem Umland anreist, kann die S-Bahn-Linien S2 oder S4 bis Leuchtenbergring nutzen und von dort mit dem Bus 199 weiterfahren. Die Verbindung ist zwar etwas länger, aber entspannter als das Auto. Studien zeigen, dass über 60 % der Flohmarktbesucher in München öffentliche Verkehrsmittel bevorzugen – ein klares Zeichen für die gute Anbindung.
Handeln erlaubt – Tipps für erfolgreiche Schnäppchenjagd

Wer am Flohmarkt im Riemer Park wirklich fündig werden will, sollte früh kommen – idealerweise schon zur Eröffnung um 7 Uhr. Die besten Stücke sind oft innerhalb der ersten Stunde weg, besonders bei gefragten Kategorien wie Vintage-Möbeln oder Sammlerstücken. Studien zeigen, dass über 60 Prozent der Flohmarktkäufer ihre wertvollsten Funde in den ersten beiden Stunden machen. Wer also nach seltenen Schallplatten, Designerkleidung oder antiken Haushaltsgegenständen sucht, tut gut daran, den Wecker früh zu stellen.
Ein geübtes Auge und etwas Geduld zahlen sich aus. Statt hektisch von Stand zu Stand zu hetzen, lohnt es sich, gezielt nach Qualitätsmerkmalen zu suchen: bei Ledertaschen etwa auf saubere Nähte und intakte Reißverschlüsse, bei Elektronik auf funktionierende Knöpfe und Kabel. Viele Händler bieten zwar keine Garantie, aber ein kurzer Funktionstest vor Ort spart später Ärger. Besonders bei größeren Anschaffungen wie Fahrrädern oder Möbeln hilft es, den Verkaufenden direkt nach der Geschichte des Stücks zu fragen – oft verrät die Antwort viel über Zustand und Wert.
Verhandeln gehört zum Flohmarkt wie die Bargeldzahlung. Wer höflich bleibt und mit kleinen Beträgen beginnt, hat gute Chancen auf einen Nachlass. Ein Lächeln und ein lockeres „Was machen Sie denn beim Preis?“ öffnen oft Türen. Bei größeren Summen lohnt es sich, zunächst ein Gegenangebot zu machen, das etwa 20 bis 30 Prozent unter dem geforderten Preis liegt – viele Verkäufer gehen darauf ein, besonders gegen Ende des Tages, wenn sie ihre Ware nicht wieder einpacken möchten.
Wer mit leeren Händen geht, sollte wenigstens die Basics dabei haben: ausreichend Bargeld in kleinen Scheinen, eine stabile Tragetasche und gegebenenfalls ein Maßband für Möbel oder Bilder. Snacks und Wasser nicht vergessen – bei über 50 Ständen und oft langem Stehen braucht auch die erfolgreichste Schnäppchenjagd eine Pause.
Warum der Flohmarkt mehr als nur Shopping ist

Ein Flohmarkt ist kein gewöhnlicher Einkaufsbummel – er ist ein Stück lebendige Stadtkultur. Während Supermärkte und Einkaufszentren mit steril geordneten Regalen glänzen, bietet der Münchner Flohmarkt am Riemer Park etwas ganz anderes: den unverkennbaren Charme des Unperfekten. Hier liegt der Reiz nicht im makellosen Neupreis, sondern in den Geschichten, die hinter jedem Gegenstand stecken. Ob ein vergilbtes Kochbuch aus den 70ern, ein handgefertigter Holzschrank mit Gebrauchsspuren oder eine Vinylplatte mit Kratzern – jedes Stück erzählt von früheren Besitzern, vergangenen Zeiten und manchmal sogar von der Geschichte Münchens selbst.
Studien der Deutschen Gesellschaft für Konsumforschung zeigen, dass über 60 Prozent der Flohmarktbesucher nicht primär zum Kaufen kommen, sondern wegen der Atmosphäre. Das stimmt: Zwischen den über 50 Ständen am Riemer Park entsteht ein besonderes Miteinander. Händler und Käufer tauschen sich aus, feilschen, lachen, diskutieren über den Wert einer alten Standuhr oder die Herkunft eines KeramikTellers. Es ist ein soziales Ereignis, bei dem Generationen aufeinandertreffen – von Studenten, die ihr erstes eigenes Mobiliar suchen, bis zu Rentnern, die sich an längst vergangene Zeiten erinnern.
Doch der Flohmarkt ist auch ein Ort der Nachhaltigkeit, lange bevor das Wort zum Trend wurde. In einer Zeit, in der Fast Fashion und Wegwerfmentalität dominieren, beweist er, dass Secondhand mehr als nur eine Alternative ist. Wer hier einkauft, verlässt sich nicht auf globale Lieferketten, sondern auf lokale Kreisläufe. Das spart Ressourcen – und schafft gleichzeitig Raum für individuelle Funde, die es so kein zweites Mal gibt.
Und dann ist da noch das Unvorhersehbare. Während man in klassischen Geschäften genau weiß, was einen erwartet, überrascht der Flohmarkt mit dem Unerwarteten: ein seltenes Sammlerstück zwischen alten Zeitungen, ein handgeschriebenes Rezept in einem Kochbuch, eine Vintage-Kamera, die plötzlich die eigene Leidenschaft für Fotografie weckt. Gerade das macht den Reiz aus – man kommt für eine Kleinigkeit und geht mit einer Geschichte nach Hause.
Wer heute in München auf der Suche nach besonderen Schätzen, günstigen Fundstücken oder einfach einem lebendigen Markterlebnis ist, wird am Flohmarkt im Riemer Park fündig—mit über 50 Ständen, die von Vintage-Möbeln bis zu Sammlerstücken alles bieten. Die Mischung aus professionellen Händlern und privaten Verkäufern macht den Charme aus, denn hier gibt es nicht nur Ware, sondern oft auch Geschichten dazu, etwa beim Stöbern durch alte Schallplatten oder handgefertigten Schmuck.
Wer früh kommt, sichert sich die besten Stücke und vermeidet das Gedränge der Mittagsstunden, also lohnt sich ein Besuch spätestens gegen 10 Uhr—und mit Bargeld in der Tasche, denn nicht jeder Stand akzeptiert Kartenzahlung. Der nächste Termin steht schon fest: Wer heute nichts Passendes findet, kann sich bereits auf die kommenden Flohmärkte im Herbst freuen, wenn der Riemer Park wieder zum Treffpunkt für Schnäppchenjäger wird.

