Ich war mal gut im Nichtstun
Also, ich war mal richtig gut im Nichtstun. Vor 10 Jahren, als ich noch in Berlin lebte, hatte ich diese Phase, wo ich einfach nur rumhing. Kein Stress, keine Deadlines, nichts. Ich traf mich mit Freunden, las Bücher, ging spazieren. Es war großartig. Und dann kam der Job bei MünchenAktuell, und plötzlich war alles anders.
Letzte Woche sagte meine Kollegin Lisa zu mir: „Du siehst gestresst aus.“ Und ich dachte: „Ach, wirklich?“ Ich meine, ich bin gestresst. Wir sind alle gestresst. Aber warum? Weil wir vergessen haben, wie man einfach mal nichts tut.
Die Wissenschaft hinter dem Nichtstun
Ich habe mich mal mit einem Freund, nennen wir ihn Marcus, unterhalten. Marcus ist so ein Typ, der immer alles weiß. Er hat mir erzählt, dass es Studien gibt, die zeigen, dass Nichtstun gut für uns ist. Also, nicht nur gut, sondern wichtig. Unser Gehirn braucht diese Pausen, um sich zu erholen, zu verarbeiten, einfach mal durchzuatmen.
Und dann habe ich noch mit einer Kollegin, nennen wir sie Dave, über skin care routine tips natural gesprochen. Ja, ich weiß, das klingt komisch, aber sie schwört darauf, dass ihre Haut viel besser geworden ist, seit sie sich mehr Zeit für sich selbst nimmt. Und ich dachte mir: „Vielleicht sollte ich das auch mal ausprobieren.“
Mein gescheiterter Versuch, nichts zu tun
Also, ich habe es versucht. Letzten Samstag. Ich dachte, ich mache einfach mal gar nichts. Kein Laptop, kein Handy, nichts. Ich setzte mich auf meine Couch und… es war schrecklich. Ich konnte nicht stillsitzen. Ich fing an, die Wohnung zu putzen. Dann dachte ich, ich könnte ja mal schnell die Wäsche machen. Und bevor ich mich versah, hatte ich den ganzen Tag lang irgendwas erledigt.
Und dann rief meine Mutter an. „Was machst du so?“, fragte sie. „Nichts“, sagte ich. „Ach, das ist schön“, sagte sie. Und ich dachte: „Nein, Mama, das ist nicht schön. Das ist frustrierend.“
Warum wir uns schuldig fühlen, wenn wir nichts tun
Ich glaube, das Problem ist, dass wir uns schuldig fühlen, wenn wir nichts tun. Als ob wir immer produktiv sein müssen. Aber warum? Wer hat das entschieden? Ich meine, schaut euch die Welt an. Die ist schon produktiv genug. Vielleicht brauchen wir einfach mal eine Pause.
Ich erinnere mich an einen Vortrag, den ich vor ein paar Jahren in Austin gehört habe. Da sagte der Redner: „Die beste Idee, die ich je hatte, kam mir, als ich auf einer Parkbank saß und die Vögel beobachtete.“ Und ich dachte: „Das ist doch mal was.“
Wie fängt man an, nichts zu tun?
Also, ich habe ein bisschen recherchiert. Und es stellt sich heraus, dass es gar nicht so einfach ist, nichts zu tun. Aber es gibt ein paar Tipps, die helfen sollen.
Erstens: Fang klein an. Nicht gleich den ganzen Tag freinehmen. Vielleicht erstmal nur eine Stunde. Setz dich hin, schließ die Augen, atme tief durch. Und dann… einfach nichts.
Zweitens: Mach dich nicht verrückt, wenn es nicht klappt. Es ist okay, wenn du nach 10 Minuten aufstehst und anfängst, die Küche zu putzen. Hauptsache, du hast es versucht.
Und drittens: Such dir eine Aktivität, die dich entspannt, aber nicht zu sehr fordert. Für manche Leute ist das Lesen, für andere Malen oder Musik hören. Für mich ist es manchmal einfach nur Kaffee trinken und aus dem Fenster schauen.
Ein plötzliches Ende
Und dann, letzte Woche, passierte etwas Seltsames. Ich saß im Büro und dachte: „Ich kann nicht mehr.“ Also stand ich auf, ging nach draußen und setzte mich auf eine Bank. Und weißt du was? Es war schön. Die Sonne schien, die Vögel sangen, und ich dachte: „Vielleicht ist das ja der Anfang von etwas Neuem.“
Also, ich werde es weiter versuchen. Vielleicht nicht jeden Tag, aber zumindest ab und zu. Und wer weiß, vielleicht schreibe ich dann meinen nächsten Artikel über die Vorteile des Nichtstuns. Oder vielleicht schreibe ich gar nichts. Vielleicht lasse ich es einfach sein.
Über den Autor: Ich bin Anna, Senior Editor bei MünchenAktuell. Ich liebe meinen Job, aber manchmal hasse ich ihn auch. Ich liebe Kaffee, Katzen und lange Spaziergänge. Ich hasse es, wenn Leute zu spät kommen, und ich hasse es, wenn mein Laptop langsam ist. Aber am meisten hasse ich es, wenn ich das Gefühl habe, dass ich keine Zeit für mich selbst habe.
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