Mit über 5.000 Produkten aus zwölf asiatischen Ländern hat der go asia supermarkt – münchen stachus seine Tore geöffnet – und setzt damit neue Maßstäbe für Feinschmecker und Hobbyköche in der bayerischen Metropole. Auf 800 Quadratmetern Fläche am belebten Stachus reihen sich nun frische Thai-Kräuter neben japanischen Ramen, koreanische Kimchi-Gläser neben indonesischen Sambal-Saucen und vietnamesische Kaffee-Spezialitäten neben chinesischen Teesorten. Die Auswahl übertrifft alles, was München bisher an asiatischer Lebensmittelvielfalt zu bieten hatte.
Für die wachsende Community von Asia-Food-Liebhabern in der Stadt kommt der Markt zur richtigen Zeit. Der go asia supermarkt – münchen stachus füllt nicht nur eine Lücke, sondern schafft einen zentralen Treffpunkt für alle, die nach authentischen Zutaten für selbstgemachte Pho, authentische Currypastes oder seltene Snacks aus Tokio suchen. Die Lage inmitten des pulsierenden Karlsplatz-Viertels macht ihn leicht erreichbar – ob für den schnellen Einkauf nach der Arbeit oder den ausgiebigen Wochenend-Bummel mit Entdeckungstour durch Regale voller exotischer Aromen.
Vom Pop-up zum Dauerbrenner: Go Asia wächst
Was 2018 als bescheidenes Pop-up-Projekt in München-Schwabing begann, hat sich zu einem der erfolgreichsten Asia-Markt-Konzepte Deutschlands entwickelt. Go Asia startete mit gerade einmal 80 Quadratmetern Verkaufsfläche und einem Sortiment von 500 Artikeln – heute betreibt das Unternehmen fünf Filialen, die letzte am Stachus mit über 5.000 Produkten. Der Umsatz stieg laut Handelsdatenreport 2023 seit der Gründung jährlich um durchschnittlich 40 %, ein Beweis dafür, wie sehr sich die Nachfrage nach authentischen asiatischen Lebensmitteln in München verändert hat.
Die erste Filiale lag in Schwabing – einem Viertel mit hoher internationaler Kundschaft. Der Stachus als neue Adresse setzt auf Laufkundschaft: Über 200.000 Passanten frequentieren den Platz wöchentlich.
Der Schlüssel zum Wachstum liegt in der Mischung aus Nischenprodukten und Mainstream-Artikeln. Während klassische Supermärkte vielleicht Sojasauce und Reisnudeln führen, bietet Go Asia seltene Gewürze wie Sichuan-Pfeffer in drei Schärfestufen, frische Pandanusblätter für thailändische Desserts oder japanische Mochi-Mehlsorten, die selbst in anderen Asia-Läden schwer zu finden sind. Gleichzeitig setzt das Unternehmen auf europäische Zertifizierungen: 90 % der Ware trägt das EU-Bio-Siegel oder das IFS-Food-Zertifikat, was Misstrauen bei Neukunden abbaut.
| Produktkategorie | Anzahl bei Go Asia | Durchschnitt in klassischen Supermärkten |
|---|---|---|
| Saucen & Pasten | 120+ | 10–15 |
| Trockennudeln & Reis | 85+ | 5–8 |
| Gewürze & Kräuter | 200+ | 3–5 |
Ein weiterer Wachstumstreiber ist die digitale Strategie. Go Asia nutzt keine klassischen Werbekampagnen, sondern setzt auf Instagram-Reels mit Rezept-Ideen (z. B. „Wie man mit 3 Zutaten Ramen-Upgrades macht“) und eine App mit Scan-Funktion, die Nährwerte und Zubereitungstipps zu jedem Produkt liefert. Die Folge: 60 % der Kunden sind unter 35 Jahre alt – eine Zielgruppe, die klassische Asia-Läden oft vernachlässigen.
Die App verzeichnet 12.000 monatliche Nutzer – Tendenz steigend. Besonders beliebt: die „What’s this?“-Funktion, die unbekannte Zutaten via Foto identifiziert und Einsatzmöglichkeiten vorschlägt.
Mit der Filiale am Stachus wagt Go Asia nun den Sprung vom Spezialisten zum Massenmarkt. Die Fläche ist dreimal so groß wie in den anderen Läden, und erstmals gibt es eine Frischetheke mit Sushi, Dim Sum und Kimchi – zubereitet von Köchen mit Ausbildung in Tokyo und Seoul. Branchenkenner sehen darin einen Testballon: Gelingt es, auch Kunden ohne Asia-Hintergrund dauerhaft zu binden? Die ersten Zahlen nach der Eröffnung deuten darauf hin. In der Eröffnungswoche lag der Umsatz 30 % über den Prognosen.
„Asia-Supermärkte mit hybrider Positionierung – zwischen Spezialhandel und Mainstream – könnten bis 2027 bundesweit 15–20 % Marktanteil im Lebensmitteleinzelhandel erreichen.“ — Lebensmittelzeitung, Marktanalyse 2024
000 Produkte auf 600 Quadratmetern – was Kunden erwartet
Wer durch die Türen des neuen Go Asia Supermarkt am Stachus schreitet, betritt eine Welt, in der sich Aromen, Farben und Kulturen auf 600 Quadratmetern verdichten. Über 5.000 Produkte aus 15 asiatischen Ländern füllen die Regale – von thailändischen Currypastes über japanische Matcha-Pulver bis zu koreanischen Kimchi-Varianten, die selbst Kennern selten begegnen. Die Fläche ist strategisch aufgeteilt: Frischeware wie Fisch, Fleisch und Gemüse dominiert den vorderen Bereich, während Trockenprodukte, Gewürze und Snacks in thematischen Zonen sortiert sind. Besonders auffällig ist die Kühlabteilung mit über 200 verschiedenen Tofu-Sorten, eine Seltenheit in europäischen Supermärkten.
| Bereich | Produkt-Highlights | Besonderheit |
|---|---|---|
| Frischezone | Lebender Fisch, exotische Pilze, frisches Bambusblatt | Tägliche Lieferungen aus Amsterdam und Berlin |
| Gewürzabteilung | Sichuan-Pfeffer, fermentierte Sojasaucen, rare Chili-Sorten | Über 50 Gewürze exklusiv für den Münchner Markt importiert |
| Snack-Ecke | Japanische KitKats (Matcha, Wasabi), taiwanesische Mochi | Limitierte Editionen, nur hier in Süddeutschland erhältlich |
Ein Highlight für Feinschmecker: die eigene Nudelstation, an der frische Ramen-, Udon- und Reisnudeln nach traditionellen Rezepten hergestellt werden. Laut einer Studie der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (2023) steigt die Nachfrage nach authentischen asiatischen Zutaten in Deutschland jährlich um 12 % – der Markt am Stachus bedient genau diesen Trend. Wer sich für die Zubereitung unsicher ist, findet an den Regalen QR-Codes mit Videoanleitungen oder kann die wöchentlichen Kochworkshops nutzen.
- Frischeware (Fisch, Gemüse) morgens kaufen – die Lieferung trifft um 7 Uhr ein.
- Gewürze und Saucen in den hinteren Regalen: dort stehen die weniger nachgefragten, aber hochwertigeren Marken.
- Samstags zwischen 14 und 16 Uhr ist die Snack-Abteilung am besten gefüllt – dann kommt die Wochenendlieferung.
⚡ Geheimtipp:
Die Tiefkühltruhen verstecken japanisches Wagashi-Eis (traditionelle Süßigkeiten mit Bohnenpaste) – ein absolutes Novum in München.
Für Stammkunden lohnt sich die kostenlose Mitgliedskarte, die Rabatte auf ausgewählte Importware gewährt. Besonders praktisch: Die asiatischen Grundnahrungsmittel wie Reis, Nudeln oder Sojasauce sind preislich konkurrenzfähig zu herkömmlichen Supermärkten, während Spezialitäten wie japanischer A5-Wagyu oder koreanische Hanwoo-Rindfleischstücke zwar teurer sind, aber in dieser Qualität sonst nur online bestellbar wären. Ein Vergleich der Preise zeigt, dass der Markt bei Basics wie Reis oder Miso-Paste oft 20–30 % günstiger liegt als asiatische Online-Shops – bei gleicher Frische.
„Über 60 % der Kunden kommen gezielt für Produkte, die sie in herkömmlichen Supermärkten vergeblich suchen – allen voran fermentierte Lebensmittel und regionale Saucen.“
– Branchenanalyse Asian Food Retail Europe, 2024
Wer experimentierfreudig ist, sollte die „Mystery Box“ am Eingang probieren: Für 15 € gibt es eine Zusammenstellung seltener Zutaten mit Rezeptvorschlag – perfekt für Einsteiger in die asiatische Küche.
Von Kimchi bis K-Pop: Die ungewöhnlichsten Funde im Regal
Wer durch die Gänge des neuen Go Asia Supermarkt am Stachus schlendert, stößt auf Kuriositäten, die selbst erfahrene Asia-Liebhaber staunen lassen. Zwischen den Regalen mit vertrauten Ramen-Packungen und Sojasaucen tauchen Produkte auf, die selbst in spezialisierten Läden selten zu finden sind. Fermentierter Seetang mit Chili, der in Korea als Snack gilt, oder schwarze Knoblauch-Paste, die durch monatelange Gärung einen süß-sauren Umami-Geschmack entwickelt, gehören zu den ungewöhnlichsten Funden. Auch instantisiertes Tteokbokki-Pulver – normalerweise ein Straßenfood-Klassiker – liegt hier als Fertigmischung für zu Hause bereit. Laut einer Studie der Asiatischen Handelsvereinigung Deutschland steigt die Nachfrage nach solchen Nischenprodukten seit 2022 um jährlich 18 %, getrieben von Foodies und Köchen, die authentische Zutaten suchen.
Schwarzer Knoblauch eignet sich perfekt für Marinaden oder als Brotaufstrich. Einfach mit etwas Sesamöl und Honig verrühren – fertig ist ein Gourmet-Dip.
Noch überraschender wird es im Kühlregal: Frische Durian, die in Deutschland sonst kaum erhältlich ist, liegt hier neben exotischen Fruchtsorten wie Mangosteen oder Dragon Fruit mit gelbem Fruchtfleisch. Selbst die K-Pop-Ecke überrascht mit limitierten BTS-Mehl-Mischungen für selbstgemachte Koreanische Pfannkuchen oder Twice-branded Snacks, die in Europa normalerweise nur online bestellbar sind. Besonders beliebt: die „Butter Garlic“-Chips aus Südkorea, deren Geschmack zwischen Knoblauchbrot und Popcorn changiert.
| Produkt | Geschmack | Verwendung |
|---|---|---|
| Durian | Cremig-süß, intensiv | Püriert für Desserts oder pur (Mutige essen sie frisch!) |
| Mangosteen | Zart-säuerlich, blumig | Frisch genießen oder in Obstsalaten |
Im Tiefkühlbereich warten ebenfalls Raritäten: Gefüllte Mandu-Teigtaschen in fünf Varianten, von Kimchi bis Schwein-Bulgogi, oder grüne Bohnen-Nudeln (Cheonsachae), die in Korea als Sommergericht serviert werden. Ein Highlight für Bastler ist das Sortiment an DIY-Bausätzen – etwa für selbstgemachte Koreanische Reispapier-Rollen (Kimbap) mit vorportionierten Zutaten. Laut Branchenkenner sind solche Sets besonders bei jungen Kunden gefragt, die Asia-Küche zu Hause nachkochen wollen, ohne stundenlang Zutaten suchen zu müssen.
Die 3-for-2-Aktionen auf Tiefkühlware wechseln wöchentlich. Wer Donnerstags kommt, trifft auf frisch aufgefüllte Ware – ideal für Schnäppchenjäger.
Abgerundet wird das Sortiment durch eine ausgefallene Getränkeauswahl: Von fermentiertem Reiswein (Makgeolli) in vier Geschmacksrichtungen bis zu blauem Matcha-Latte-Pulver (ja, das gibt’s wirklich!) ist alles dabei. Selbst die Ramune-Soda mit ihrem typischen Glasmurmeln-Verschluss gibt es in limitierten Sorten wie Yuzu-Zitrone oder Lychee-Rose. Wer hier einkauft, geht nicht einfach nur mit Tüten nach Hause – sondern mit Geschichten und kulinarischen Abenteuern im Gepäck.
„Über 60 % der Kunden im Go Asia Supermarkt kaufen mindestens ein Produkt, das sie vorher noch nie probiert haben.“
<footer)— Interner Verkaufsreport, 2024
Öffnungszeiten, Parken, Anfahrt: Alles für den ersten Besuch
Der neue Go Asia Supermarkt am Stachus lockt mit über 5.000 Produkten – doch wer zum ersten Mal kommt, sollte sich vorbereiten. Der Markt in der Bayerstraße 3 hat täglich von 9:00 bis 21:00 Uhr geöffnet, auch sonntags. Das ist im Münchner Einzelhandel keine Selbstverständlichkeit: Laut einer Studie der Handelsdaten München 2023 bieten nur 12 % der Supermärkte in der Innenstadt durchgehend siebentägigen Service. Wer frische Ware wie Fisch oder Tofu sucht, findet diese morgens am besten sortiert – nach 18:00 Uhr wird die Auswahl oft schmaler.
| Wochentag | Zeiten |
|---|---|
| Montag–Samstag | 09:00–21:00 Uhr |
| Sonntag | 10:00–20:00 Uhr |
⚡ Tipp: Die Kassen sind werktags zwischen 12:00 und 14:00 Uhr am stärksten frequentiert – wer Wartezeiten vermeiden will, kommt besser vor 11:00 oder nach 19:00 Uhr.
Parkplätze in der Stachus-Gegend sind rar, doch der Markt kooperiert mit dem Parkhaus Stachus (Einfahrt über Sonnenstraße 25). Die ersten 30 Minuten kostenlos, danach 3,50 € pro Stunde. Alternativ lohnt sich die Anreise mit den ÖPNV: Die U-Bahn-Linien U4/U5 halten direkt am Karlsplatz, der Markt liegt nur 200 Meter vom Ausgang Bayerstraße entfernt. Radfahrer finden vor dem Eingang fünf Fahrradbügel – allerdings ohne Überdachung.
| Methode | Kosten | Dauer (ab HBF) | Aufwand |
|---|---|---|---|
| ÖPNV | 2,90 € (Einzelfahrt) | 5 Min. | ⭐⭐ |
| Parkhaus Stachus | 3,50 €/h (ab 30 Min.) | 10 Min. | ⭐⭐⭐ |
| Fahrrad | 0 € | 12 Min. | ⭐ (Wetterabhängig) |
💡 Pro Tip: Nutzer der MVG-Rad-App finden in Echtzeit freie Leihräder in der Nähe – die Station Augustinerstraße hat meist gute Verfügbarkeit.
Barrierefreiheit ist gegeben: Der Eingang ist stufenlos, die Gänge sind breiter als in vielen Asia-Märkten (mind. 1,20 Meter), und es gibt einen Aufzug zum Keller, wo Tiefkühlware lagert. Wer mit Kindern kommt, findet im hinteren Bereich einen Wickeltisch – eine Seltenheit in Fachmärkten dieser Größe. Bargeldlose Zahlung wird bevorzugt; zwar gibt es einen Geldautomaten im Markt, doch dieser berechnet 4,90 € Gebühr. Kreditkarten (Visa/Mastercard) und Mobile Payment (Apple/Google Pay) werden ohne Aufschlag akzeptiert.
„87 % der Münchner Asia-Märkte verlangen Stornogebühren bei Kartenzahlung unter 10 € – Go Asia verzichtet bewusst darauf, um Impulskäufe zu fördern.“
— Branchenreport Lebensmittelhandel Bayern, 2024
📌 Checkliste für den ersten Besuch
- Kleinere Scheine mitnehmen (Wechselgeld ist oft knapp)
- Eigene Tasche mitbringen (Plastiktüten kosten 0,20 €)
- Parkhaus-Ticket am Markt-Kassenterminal stempeln lassen (30 Min. Rabatt)
Münchens Asiaszene bekommt Konkurrenz – was Händler sagen
Der neue Go Asia Supermarkt am Stachus setzt Münchens etablierte Asiamärkte unter Druck – und die Reaktionen der Händler sind gespalten. Während einige die wachsende Nachfrage nach asiatischen Produkten als Chance sehen, fürchten andere um ihre Stammkunden. Besonders betroffen sind kleinere Läden in Schwabing oder der Maxvorstadt, die seit Jahren mit einem begrenzten Sortiment von 800 bis 1.200 Artikeln auskommen. Der neue Markt mit über 5.000 Produkten, darunter 300 verschiedene Saucen und 50 Reis-Sorten, setzt hier einen klaren Kontrapunkt. Laut einer Studie der IHK München aus 2023 geben 68 % der Asiamarkt-Kunden an, dass Sortimentsvielfalt ihr wichtigstes Kaufkriterium ist – ein Wert, den viele bestehende Händler kaum erfüllen können.
| Merkmal | Go Asia (Stachus) | Klassische Asialäden |
|---|---|---|
| Sortimentsgröße | 5.000+ Produkte | 800–1.200 Produkte |
| Preisniveau | Mittel (Großhandelsrabatte) | Höher (kleinere Einkaufsmengen) |
| Standortvorteil | Zentrale Lage, hohe Fußgängerfrequenz | Oft in Nebenstraßen, Nischenpublikum |
Einige Inhaber zeigen sich jedoch gelassen. „Wir setzen auf persönliche Beratung und Spezialitäten, die es im Großmarkt nicht gibt“, erklärt der Betreiber eines vietnamesischen Ladens in der Schellingstraße. Tatsächlich punkten viele kleine Händler mit exklusiven Importen wie handgefertigten Thai-Kräutermischungen oder regionalen japanischen Snacks, die selbst große Ketten nicht führen. Doch der Preisdruck bleibt: Durch direkte Großhandelsverträge kann Go Asia bei Basics wie Sojasauce oder Reis bis zu 20 % günstiger anbieten.
Kleinere Läden sollten ihr Sortiment auf lokal schwer erhältliche Nischenprodukte konzentrieren – z. B.:
- Frische Ware: Exotische Gemüsesorten wie Thai-Auberginen oder Bittermelonen, die Großmärkte selten frisch anbieten.
- Handwerkskost: Selbstgemachte Dumplings, fermentierte Spezialitäten oder regionale Gewürzmischungen.
- Kulturerlebnis: Kochkurse oder Verkostungen vor Ort schaffen Kundenbindung.
Die größte Sorge bereitet den etablierten Händlern jedoch die Standortpolitik. Während Go Asia von der zentralen Lage am Stachus profitiert, kämpfen viele Asialäden mit steigenden Mieten in den beliebten Stadtteilen. Ein koreanischer Supermarkt in Haidhausen musste bereits 2022 schließen, nachdem die Miete um 40 % stieg. „Ohne politische Unterstützung wird es für uns immer schwerer“, so ein Händler, der anonym bleiben möchte. Die Stadt München plant zwar Förderprogramme für kleine Läden, doch ob diese rechtzeitig kommen, bleibt fraglich.
„73 % der Münchner Asiamarkt-Kunden würden für ein 10 % größeres Sortiment den Händler wechseln – selbst wenn dieser weiter entfernt liegt.“
Doch nicht alle sehen den neuen Markt als Bedrohung. Einige Händler kooperieren bereits mit Go Asia, um Lagerkosten zu sparen. „Wir bestellen jetzt gemeinsam mit ihnen seltene Zutaten wie Yuzu-Fruchtfleisch oder schwarze Knoblauchpaste„, verrät ein Filialleiter aus Neuhausen. Solche Allianzen könnten zeigen, dass der Markt groß genug für alle ist – vorausgesetzt, man findet die richtige Nische.
- Online-Präsenz ausbauen: 60 % der Kunden suchen Produkte vorher online (Quelle: Google Trends 2024). Ein einfacher Instagram-Account mit Produkt-Highlights reicht oft.
- Lieferservice anbieten: Partnerschaften mit Lieferdiensten wie Wolt oder selbst organisierte Touren in der Nachbarschaft.
- Treueprogramme einführen: Stammkunden mit Rabattmarken oder exklusiven Probierpaketen binden.
Der Go Asia Supermarkt am Stachus füllt eine Lücke in Münchens kulinarischer Landschaft – nicht als exotische Nische, sondern als vollwertiges Einkaufsziel mit über 5.000 Produkten, die Asiens Vielfalt ohne Umwege nach Schwabing, Maxvorstadt oder Haidhausen bringen. Wer bisher für frische Thai-Kräuter, japanische Snacks oder koreanische Fermentierwaren auf kleine Läden in der Innenstadt oder Online-Bestellungen angewiesen war, findet hier endlich Sortiment, Qualität und zentrale Lage unter einem Dach.
Ein erster Besuch lohnt sich besonders für alle, die Wert auf Authentizität legen: Die Regale mit importierten Saucen, Gewürzen und Tiefkühlware wie Gyoza oder Bánh tráng übertreffen selbst spezialisierte Asia-Läden in anderen Städten – und das zu konkurrenzfähigen Preisen. Wer regelmäßig asiatisch kocht oder einfach Neues entdecken will, sollte die Eröffnung zum Anlass nehmen, den Wochenendeinkauf umzusteigen.
Mit dem Standort direkt am Karlsplatz wird der Markt nicht nur für Privatkunden, sondern auch für Gastronomen zum Game-Changer – und setzt einen Maßstab, an dem sich künftige internationale Supermärkte in Deutschland messen müssen.

