Mit einem Schlag erweitert Primark seine Präsenz in der bayerischen Metropole: Am 12. September öffnet der Mode-Discounter im Olympia-Einkaufszentrum seinen zweiten Münchner Standort auf stolzen 3.200 Quadratmetern. Damit besetzt das Unternehmen eine der frequentiertesten Einkaufslagen der Stadt – direkt an der U-Bahn-Haltestelle Olympiazentrum, wo täglich Tausende Kunden strömen. Der neue Flagship-Store wird nicht nur das bestehende Sortiment an preiswerter Mode, Accessoires und Haushaltswaren bieten, sondern auch exklusive Kollektionen führen, die bisher nur in ausgewählten Filialen erhältlich waren.

Für Modebegeisterte und Schnäppchenjäger in der Landeshauptstadt bedeutet die Eröffnung eine willkommene Alternative zum bestehenden Primark München in der Schwanthalerhöhe, der seit Jahren überlastet ist. Besonders an Wochenenden bilden sich dort regelmäßig Schlangen vor den Kassen, und die Parkplatzsuche gleicht oft einer Geduldsprobe. Der neue Standort im Olympia-Einkaufszentrum könnte diese Engpässe entzerren – und gleichzeitig den Wettbewerb unter den Textildiscountern in der Stadt weiter anheizen. Wer Primark München bisher mied, weil die Innenstadt-Filiale zu überlaufen war, erhält nun eine attraktive Option mit besserer Erreichbarkeit und mehr Platz zum Stöbern.

Primarks Expansion in München nimmt Fahrt auf

Mit dem neuen Standort im Olympia-Einkaufszentrum beschleunigt Primark seine Expansion in München – und setzt damit einen klaren Fokus auf den deutschen Markt. Die 3.200 Quadratmeter große Filiale ist nicht nur die zweite in der Stadt, sondern auch Teil einer gezielten Strategie, die auf hochfrequentierte Einkaufsstandorte mit guter Verkehrsanbindung setzt. Branchenanalysten verweisen darauf, dass Primark seit 2022 seine Präsenz in Deutschland systematisch ausbaut: Allein im vergangenen Jahr eröffnete der Textildiscounter fünf neue Filialen bundesweit, darunter in Hamburg, Köln und Frankfurt.

Die Wahl des Olympia-Einkaufszentrums kommt nicht von ungefähr. Mit über 15 Millionen Besuchern jährlich zählt das Center zu den umsatzstärksten Einkaufsdestinationen Bayerns. Hier trifft Primark auf eine kaufkräftige Zielgruppe, die preisbewusste Mode sucht – ein Segment, das laut Handelsdaten seit der Inflationswelle 2023 deutlich gewachsen ist.

Doch die Expansion bleibt nicht auf München beschränkt. Insider berichten von konkreten Plänen für weitere Standorte in Süddeutschland, darunter Augsburg und Nürnberg. Dabei setzt das Unternehmen auf ein bewährtes Konzept: große Verkaufsflächen, zentral gelegene Immobilien und ein Sortiment, das von Basics bis zu Trendteilen reicht. Die Münchner Eröffnung unterstreicht einmal mehr, wie Primark mit physischen Geschäften gegen den Online-Handel hält – und dabei auf die Kraft des stationären Erlebnisses setzt.

Kritische Stimmen aus dem Einzelhandel weisen zwar auf die Herausforderungen hin, die mit solchen Großfilialen einhergehen, etwa für kleinere lokal ansässige Händler. Doch die Zahlen geben Primark recht: Die erste Münchner Filiale in der Kaufingerstraße verzeichnet seit ihrer Eröffnung 2019 kontinuierlich steigende Besucherzahlen.

Doppelt so groß wie der Marienplatz-Standort

Der neue Primark im Olympia-Einkaufszentrum übertrifft den bestehenden Standort am Marienplatz nicht nur durch seine moderne Gestaltung, sondern vor allem durch seine schiere Größe. Mit rund 3.200 Quadratmetern Verkaufsfläche bietet das Modekaufhaus fast das Doppelte des 1.700 Quadratmeter umfassenden Flagshipstores in der Innenstadt. Damit reagiert der irische Textildiscounter auf die hohe Nachfrage in München, wo der erste Standort seit seiner Eröffnung 2016 zu den umsatzstärksten in Deutschland zählt.

Besonders auffällig ist die räumliche Aufteilung: Während der Marienplatz-Standort auf drei Etagen verteilt ist, präsentiert sich die neue Filiale im OEZ als großzügige, ebenerdige Fläche. Diese Konzeption ermöglicht nicht nur eine bessere Übersicht für Kunden, sondern auch effizientere Logistikprozesse. Laut Branchenanalysen von 2023 bevorzugen über 60 Prozent der Käufer in Einkaufszentren einstufige Läden – ein Trend, den Primark hier gezielt aufgreift.

Die erweiterte Fläche kommt vor allem dem Sortiment zugute. Neben der bewährten Basisauswahl an Damen-, Herren- und Kindermode findet sich im OEZ eine deutlich größere Auswahl an Accessoires, Heimtextilien und Beauty-Produkten. Besonders die Abteilungen für nachhaltige Mode und Plus-Size-Kollektionen wurden im Vergleich zum Innenstadtstandort um über 40 Prozent ausgebaut. Auch die Umkleidekabinen und Kassenbereiche wurden großzügiger dimensioniert, um Wartezeiten in Stoßzeiten zu reduzieren.

Architektonisch setzt der neue Standort auf klare Linien und helle Materialien, die den Raum optisch noch weiter öffnen. Große Schaufensterfronten lassen Tageslicht tief in den Verkaufsbereich eindringen – ein Kontrast zur eher kompakten, urbanen Atmosphäre am Marienplatz. Die Standortwahl im OEZ selbst ist strategisch klug: Mit über 25 Millionen Besuchern jährlich und direkter U-Bahn-Anbindung (Linie U1) profitiert Primark hier von einer der frequentiertesten Lagen der Stadt.

Von Sportmode bis Home-Deko: Das neue Sortiment

Mit der Eröffnung im Olympia-Einkaufszentrum bringt Primark nicht nur mehr Fläche nach München, sondern auch ein deutlich erweitertes Sortiment. Auf 3.200 Quadratmetern finden Kunden jetzt neben den klassischen Basics wie T-Shirts und Jeans auch eine breite Auswahl an Sportmode – von funktionalen Laufshirts bis zu stylischen Leggings. Besonders auffällig: Die Kollektion für Fitness-Enthusiasten wächst stetig und macht laut Branchenanalysen bereits rund 12 % des Gesamtumsatzes im Textileinzelhandel aus.

Wer nach Inspiration für die eigenen vier Wände sucht, wird im neuen Store ebenfalls fündig. Das Home-Deko-Segment umfasst jetzt alles von kuscheligen Wohnaccessoires wie Kissen und Decken in saisonalen Farben bis hin zu praktischen Küchenhelfern. Besonders die Keramikserie mit marmoroptischen Mustern und die nachhaltigeren Baumwoll-Vorhangkollektionen ziehen aktuell die Aufmerksamkeit auf sich.

Auch bei den Beauty-Produkten setzt Primark auf Expansion. Neben den bewährten Make-up-Paletten und Pflegeartikeln gibt es nun eine eigene Linie mit veganen Körperlotionen und Haarmasken. Die Preise bleiben dabei typisch niedrig – ein entscheidender Faktor für die Zielgruppe der 16- bis 35-Jährigen, die laut einer aktuellen Studie zu 68 % Preis-Leistung als Hauptkaufkriterium nennen.

Neu ist zudem die erweiterte Kinderabteilung mit Spielzeug und Schulbedarf, die direkt an die Baby- und Kleinkindmode anschließt. Hier setzt der Händler auf bunte, robuste Materialien und Themenkollektionen, die von Dinosauriern bis zu Weltraummotiven reichen. Eltern schätzen besonders die praktischen Kombi-Angebote, die Kleidung und passende Accessoires in einem Set vereinen.

Öffnungszeiten, Anfahrt und Parkmöglichkeiten

Der neue Primark im Olympia-Einkaufszentrum öffnet seine Türen montags bis samstags von 10:00 bis 20:00 Uhr. Sonntags bleibt das Geschäft – wie im deutschen Einzelhandel üblich – geschlossen. Diese Regelung entspricht den üblichen Öffnungszeiten großer Modeketten in Münchner Einkaufszentren, die laut einer Studie der IHK München von 2023 durchschnittlich 52 Stunden pro Woche geöffnet sind.

Die Anfahrt gestaltet sich unkompliziert: Mit der U-Bahn-Linie U3 (Haltestelle „Olympia-Einkaufszentrum“) erreicht man den Standort in weniger als 20 Minuten ab Marienplatz. Auch die S-Bahn (Linie S1, Haltestelle „Olympiapark“) bietet eine direkte Verbindung. Wer mit dem Auto anreist, folgt der A99 (Ausfahrt „München-Olympiapark“) und findet innerhalb von fünf Minuten eine klare Beschilderung zum Einkaufszentrum.

Parkplätze stehen in ausreichender Zahl zur Verfügung. Das Olympia-Einkaufszentrum verfügt über ein mehrstöckiges Parkhaus mit 1.800 Stellplätzen, davon 50 behindertengerechte Plätze und 20 Ladesäulen für E-Autos. Die ersten zwei Stunden sind kostenfrei, danach beträgt die Gebühr 2,50 Euro pro Stunde. Besonders an Wochenenden und vor Feiertagen empfiehlt sich eine frühe Anreise, da die Auslastung dann laut Betreiberangaben auf bis zu 90 Prozent steigt.

Für Radfahrer gibt es 120 überdachte Abstellplätze direkt am Haupteingang. Die Fahrradstation ist videoüberwacht und mit Reparaturwerkzeug ausgestattet – ein Service, den immer mehr Münchner Einkaufszentren anbieten, um nachhaltige Mobilität zu fördern.

Was die Eröffnung für Münchens Einzelhandel bedeutet

Die Eröffnung des zweiten Primark-Standorts in München kommt zu einem kritischen Zeitpunkt für den lokalen Einzelhandel. Nach den Herausforderungen der Pandemie und steigenden Betriebskosten kämpfen viele Geschäfte in der Innenstadt mit sinkenden Besucherzahlen. Der neue 3.200 Quadratmeter große Flagship-Store im Olympia-Einkaufszentrum könnte hier als Katalysator wirken – Studien der Handelsforschung zeigen, dass große Magnetbetriebe wie Primark die Frequenz in Einkaufszentren um bis zu 20 Prozent steigern können.

Besonders profitieren dürften die umliegenden Fachgeschäfte. Während Primark mit seinem preisaggressiven Sortiment Kunden anzieht, entstehen für neighboring Läden wie Elektronikfachhändler oder Cafés zusätzliche Laufkundschaft. Das Konzept ähnelt dem Erfolg des ersten Münchner Standorts am Marienplatz, wo seit der Eröffnung 2016 die Mietpreise in der direkten Umgebung stabil blieben – ein seltenes Phänomen in Zeiten des Online-Handels.

Für das Olympia-Einkaufszentrum selbst markiert die Ansiedlung einen strategischen Coup. Mit der Schließung mehrerer großer Mieter in den vergangenen Jahren stand das Center unter Druck. Primarks Entscheidung, hier einen seiner größten deutschen Standorte zu eröffnen, signalisiert Vertrauen in den Standort. Branchenkenner bewerten dies als klares Zeichen für die anhaltende Attraktivität physischer Einkaufserlebnisse – trotz aller Digitalisierungstrends.

Kritische Stimmen verweisen allerdings auf die Schattenseiten: Lokale Händler mit ähnlichem Sortiment könnten unter dem Preisdruck leiden. Die Münchner Stadtverwaltung beobachtet die Entwicklung genau, besonders im Hinblick auf die Balance zwischen internationalen Ketten und traditionellem Einzelhandel.

Mit dem neuen 3.200-Quadratmeter-Flagshipstore im Olympia-Einkaufszentrum setzt Primark in München ein klares Zeichen: Der irische Modehändler expandiert gezielt in innerstädtische Einkaufszentren und reagiert damit auf die anhaltende Nachfrage nach günstiger, trendorientierter Mode. Besonders für Kund:innen aus Moosach, Obermenzing und den umliegenden Stadtteilen wird der Standort zur praktischen Alternative zur überlaufenen Innenstadt-Filiale am Marienplatz.

Wer die Eröffnung nutzen möchte, sollte früh kommen – bei vergleichbaren Store-Eröffnungen bildeten sich bereits vor Ladenschluss lange Schlangen, und beliebte Kollektionen wie die nachhaltigere Primark Cares-Linie oder die Kinderabteilung sind oft schnell vergriffen. Parkplätze gibt es direkt im OEZ, doch die Anbindung mit der U3 bis zur Haltestelle Olympia-Einkaufszentrum macht das Zentrum auch ohne Auto leicht erreichbar.

Wie sich der neue Standort langfristig auf das Münchner Einzelhandelsgefüge auswirkt, wird sich zeigen – doch eines steht fest: Primark bleibt ein Magnet für preisbewusste Modefans, und die Konkurrenz im Nordwesten der Stadt bekommt frischen Wind.