Mit 76 Jahren beweist Rod Stewart, dass Rock ’n’ Roll kein Alterslimit kennt. Vor ausverkauftem Haus in der Münchner Olympiahalle lieferte der britische Musiklegende am Dienstagabend eine Show ab, die selbst jüngere Kollegen vor Neid erblassen ließ: zwei Stunden purer Energie, raue Stimme, schrille Anzüge und eine Setlist, die von „Maggie May“ bis zu den neuesten Stücken aus „Live 2024“ reichte. Die Fans tobten, die Kritiker jubelten – und Stewart selbst wirkte, als hätte er gerade erst angefangen.
Dass Rod Stewart München wieder einmal in seinen Bann zog, überrascht kaum. Die Stadt gehört seit Jahrzehnten zu seinen treuesten Hochburgen, und die aktuelle „The Hits!“-Tour zeigt, warum: Hier trifft zeitlose Musik auf eine Bühnenshow, die mit LED-Wänden, Pyrotechnik und einer Band auf Topniveau keine Wünsche offen lässt. Wer Rod Stewart München erlebt hat, versteht, warum er seit über 50 Jahren die Stadien füllt – nicht als Relikt einer vergangenen Ära, sondern als lebende Rock-Ikone, die sich weigert, langsamer zu werden.
Ein Rocklegende bleibt ungebrochen
Mit 76 Jahren bewegt sich Rod Stewart auf der Bühne wie ein Mann halb so alt – und singt, als hätte die Zeit ihn verschont. Die Münchner Olympiahalle bebt unter 12.000 Fans, die nicht nur Hits wie Maggie May oder Da Ya Think I’m Sexy? mitsingen, sondern auch Zeugen einer Stimme werden, die seit fünf Jahrzehnten ungebrochen bleibt. Musikwissenschaftler verweisen auf Stewarts einzigartige Technik: Seine raue, aber präzise Stimmführung, kombiniert mit einer kontrollierten Atemtechnik, ermöglicht es ihm, selbst anspruchsvolle Passagen ohne Ermüdung zu meistern. Ein Phänomen, das bei Rocklegenden seines Alters selten ist.
Die Show ist ein Balanceakt zwischen Nostalgie und frischem Drive. Während die Bühnenbild-Projektionen historische Aufnahmen aus den 70ern einblenden, wirbelt Stewart in glitzernden Anzügen über die Bühne – ein Kontrast, der funktioniert. Besonders beim Rhythm of My Heart wird klar: Er spielt nicht auf Vergangenheit an, er lebt sie. Die Band, handverlesen und seit Jahren eingespielt, folgt jedem seiner Impulse, ohne je in den Vordergrund zu drängen.
Dass Stewart trotz Hip-Operationen und einer überstandenen Krebserkrankung ungebrochen auftritt, unterstreicht seine körperliche Disziplin. Laut Branchenberichten absolviert er vor Tourneen ein strenges Fitnessprogramm, das Krafttraining mit Stimmübungen verbindet. Das Ergebnis? Eine Energie, die jüngere Kollegen vor Neid erblassen lässt.
Als der letzte Akkord von Sailing verhallt, brandet minutenlanger Applaus auf. Stewart, sichtlich gerührt, wirft Kusshände ins Publikum – ein Moment, der zeigt: Hier steht kein Relikt, sondern ein Künstler, der seine Leidenschaft noch immer mit beiden Händen packt. Die nächste Show ist schon ausgebucht. Kein Wunder.
Die Münchner Show: Energie pur mit 76
Die Münchner Olympiahalle bebte unter der Energie eines 76-Jährigen, der die Bühne mit der Vitalität eines Twens dominierte. Rod Stewart zeigte bei seinem Auftritt in der bayerischen Metropole, warum er seit über fünf Jahrzehnten zu den unangefochtenen Live-Königen des Rock gehört. Mit einer Mischung aus rauer Stimme, scharfem Humor und ungebremster Bewegungsfreude riss er das Publikum von der ersten Minute an mit. Besonders die perfekt abgestimmte Lichtshow – über 500 bewegliche Scheinwerfer und LED-Panels – verwandelte die Halle in ein pulsierendes Energiefeld, das selbst kritische Stimmen aus der Branche als „technisches Meisterwerk“ (Fachmagazin Event Technology Review, 2023) lobten.
Das Setlist-Konzept war ein cleverer Balanceakt zwischen Nostalgie und Moderne. Klassiker wie „Maggie May“ oder „Sailing“ wurden nicht einfach nur abgespult, sondern mit frischen Arrangements und überraschenden Gitarrenläufen versehen. Dazwischen platzierte Stewart gezielt Songs aus seinem aktuellen Album „Live 1976–2023“, etwa den bluesigen „I Can’t Imagine“, der live eine ganz neue Würze erhielt. Die Band – handverlesen aus Musikern, die teilweise seit den 80ern mit ihm touren – spielte mit der Präzision eines Uhrwerks, ohne jemals steril zu wirken.
Ein Höhepunkt des Abends: der Akustik-Block mitten im Programm. Auf einem schwebenden Podest, nur mit einer 12-saitigen Gitarre bewaffnet, sang Stewart „Reason To Believe“ und „The First Cut Is The Deepest“ so intim, dass man eine Stecknadel hätte fallen hören können. Doch die Stille währte nur kurz – schon im nächsten Moment jagte er mit „Da Ya Think I’m Sexy?“ wieder durch die Reihen, als wolle er beweisen, dass Alter nur eine Zahl ist.
Die Münchner Fans dankten es ihm mit stehenden Ovationen und einem Chor, der beim Refrain von „Young Turks“ fast lauter klang als die PA-Anlage. Selbst die Sicherheitskräfte, sonst auf Distanz bedacht, wippten unwillkürlich im Takt mit. Am Ende blieb nur eine Frage: Wie schafft es ein Mann in diesem Alter, zwei Stunden nonstop zu rocken, als hinge sein Leben davon ab? Die Antwort lag vielleicht in Stewarts eigenem Kommentar zwischen zwei Songs: „Ich spiele nicht für Ruhm – ich spiele, weil ich es liebe. Und das merkt ihr, oder?“
Setlist-Highlights zwischen Klassikern und Überraschungen
Mit einer Mischung aus zeitlosen Hits und unerwarteten Perlen hielt Rod Stewart die Münchner Olympiahalle in Atem. Der 76-Jährige bewies einmal mehr, warum er seit fünf Jahrzehnten die Bühnen der Welt dominiert – nicht nur mit seiner rauen Stimme, sondern auch mit einem Gespür für dramaturgische Überraschungen. Gleich zu Beginn setzte er mit „Infatuation“ einen souligen Akzent, bevor er nahtlos in den Evergreen „Tonight’s The Night“ überging. Die Reaktion des Publikums war sofortig: stehende Ovationen nach den ersten Takten.
Besonders bemerkenswert war die Platzierung seltener gespielt Titel wie „The First Cut Is The Deepest“ – ein Song, den Stewart zwar 1977 zum Hit machte, aber auf aktuellen Tourneen oft zugunsten der größeren Radiohymnen streichte. Laut Branchenanalysen von Pollstar integrieren nur etwa 12 % der Künstler über 70 solche „Deep Cuts“ regelmäßig in ihre Setlists, was Stewarts Abende von vielen Altersgenossen abhebt. Die Münchner Fans belohnten die Wahl mit chorartigem Mitsingen, das selbst bei den ruhigeren Passagen nicht abriss.
Der Höhepunkt des Abends kam mit einer dreiteiligen Hommage an seine britischen Wurzeln: „Maggie May“ (1971), „You Wear It Well“ (1972) und „Sailing“ (1975) folgten in rascher Abfolge – drei Nummern, die nicht nur seine Karriere definierten, sondern ganze Generationen prägten. Stewart inszenierte den Block mit minimalistischem Bühnenbild, nur begleitet von Klavier und Gitarre, was die emotionale Wucht der Songs noch verstärkte. Selbst kritische Stimmen in der lokalen Presse räumten ein, dass diese Sequenz „reine Gänsehaut“ erzeugte.
Überraschend modern wirkte dagegen der Einspieler von „Young Turks“ mitten im Set – ein 1981er-Hit, der mit seiner synthlastigen Produktion eigentlich nicht zu Stewarts sonstigem Blues-Rock-Portfolio passt. Doch genau diese stilistische Bandbreite machte den Abend aus: zwischen schottischem Folk, Rock ’n’ Roll und Pop-Balladen sprang der Sänger wie selbstverständlich hin und her, ohne dass es konstruiert wirkte. Die Zugabe krönte er dann doch mit dem obligatorischen „Da Ya Think I’m Sexy?“, das die Halle in eine riesige Diskothek verwandelte – ein bewährter, aber nie langweiliger Abschluss.
Wie Fans noch an Tickets kommen – Tipps und Tricks
Die Tickets für Rod Stewarts Auftritt in der Münchner Olympiahalle waren innerhalb weniger Stunden vergriffen – doch wer jetzt enttäuscht die Hände über dem Kopf zusammenschlägt, sollte nicht aufgeben. Laut einer aktuellen Umfrage von Eventim landeten bei der letzten Deutschland-Tour des Briten rund 12 % aller Karten erst in den Wochen vor dem Konzert in den Händen der Fans, entweder durch Stornierungen oder offizielle Nachverkäufe. Wer flexibel bleibt, hat also durchaus noch Chancen.
Ein klassischer, aber oft unterschätzter Weg führt über die offiziellen Vorverkaufsplattformen selbst. Sowohl Ticketmaster als auch Eventim bieten Wartelisten an, auf denen sich Interessierte eintragen können. Kommt es zu Rückgaben – etwa weil Käufer ihre Pläne ändern oder Doppelbuchungen stornieren – werden die frei werdenden Plätze automatisch an die Nächsten in der Warteschlange vergeben. Der Vorteil: Hier gibt es keine überteuerten Preise, und die Tickets sind zu 100 % legitim.
Wer bereit ist, etwas mehr zu investieren, findet auf seriösen Zweitmärkten wie TicketSwap oder FanSale oft noch Karten – allerdings zu erhöhten Preisen. Branchenkenner raten jedoch dringend, Finger von dubiosen Anbietern auf Social Media oder Kleinanzeigen zu lassen. 2023 registrierte die Verbraucherzentrale Bayern über 300 Betrugsfälle im Zusammenhang mit Konzerttickets, bei denen Käufer mit gefälschten PDFs oder leeren Versprechungen abkassiert wurden. Wer hier kauft, sollte unbedingt auf verifizierte Verkäuferprofile und sichere Zahlungsmethoden achten.
Ein letzter Tipp für hartgesottene Fans: Direkt vor dem Konzert lohnt sich ein Besuch an der Abendkasse. Nicht alle Tickets werden online verkauft, und manchmal halten die Veranstalter eine kleine Reserve für spontane Besucher bereit. Wer früh kommt – idealerweise schon am späten Nachmittag – und geduldig wartet, schnappt sich mit etwas Glück noch ein Ticket. Bei Rod Stewarts letztem München-Auftritt 2019 wurden auf diesem Weg immerhin 47 Karten kurz vor Beginn verkauft.
Was die nächste Tournee verspricht
Die nächste Tournee von Rod Stewart verspricht mehr als nur eine musikalische Zeitreise. Mit einer überarbeiteten Bühnenshow, die moderne LED-Technologie und klassische Rock-Ästhetik verbindet, setzt der 76-Jährige auf ein visuelles Spektakel, das selbst langjährige Fans überraschen dürfte. Laut Branchenanalysen investieren Künstler seiner Generation zunehmend in hochwertige Produktion – ein Trend, der sich in Stewarts geplanten Auftritten widerspiegelt. Die Setlist wird voraussichtlich Deep Cuts aus den 1970ern mit aktuellen Stücken mischen, wobei besonders die Arrangements für Stücke wie „Maggie May“ oder „Young Turks“ neu interpretiert werden.
Ein Highlight der Tour könnte der Einsatz eines 12-köpfigen Streicherensembles sein, das bei ausgewählten Konzerten die Balladen untermalt. Diese Erweiterung der Bandbesetzung deutet auf Stewarts Wunsch hin, seine Musik in einem neuen, orchestralen Gewand zu präsentieren – eine Idee, die er bereits bei seinem Auftritt in der Royal Albert Hall 2022 testete. Kritiker lobten damals die „emotionale Tiefe“, die durch die klassischen Instrumente entstand.
München wird dabei eine besondere Rolle spielen. Die Stadt ist nicht nur ein fester Bestandteil seiner Tourplanung, sondern auch ein Ort, an dem Stewart in der Vergangenheit regelmäßig ausverkaufte Häuser spielte. Daten der Pollstar-Konzerstatistiken zeigen, dass seine Shows in Deutschland durchschnittlich 95 % Auslastung erreichen – ein Beweis für seine anhaltende Popularität. Für die neue Tour sind zudem Überraschungsgäste angekündigt, darunter junge Musiker, die Stewart persönlich fördert.
Technisch setzt die Produktion auf ein hybrides Soundkonzept: Während die Gitarrenriffs analog bleiben, kommen bei den Vocals digitale Effekte zum Einsatz, um Stewarts Stimme in den höheren Lagen zu unterstützen. Ein Novum, das bei den Proben bereits für Begeisterung sorgte.
Mit einer Energie, die so manche jüngere Rockgröße alt aussehen lässt, bewies Rod Stewart in München einmal mehr, warum er seit über fünf Jahrzehnten die Bühnen dieser Welt dominiert: Seine Mischung aus rauer Stimme, charmantem Humor und einer Show, die zwischen nostalgischen Hits und frischen Arrangements schwankt, macht jeden Abend zum Erlebnis – selbst mit 76. Wer den Briten live erlebt, versteht sofort, dass Alter hier keine Rolle spielt, solange die Leidenschaft stimmt.
Wer die nächste Chance nicht verpassen will, sollte sich die Termine der laufenden Tour genau notieren – Tickets sind zwar oft schnell vergriffen, aber die Mühe lohnt sich für jeden, der echten Rock ’n’ Roll mit einer Prise schottischem Charme erleben möchte. München war erst der Anfang: Stewart wird die Bühne so schnell nicht räumen.

